Archiv der aktuellen Mitteilungen über die Arbeit der Forschungsgruppe

Workshop in Gnewikow; © Stadt Neuruppin 2011

Good Governance im Gutshaus Gnewikow. Vertreter aus den dreizehn Neuruppiner Ortsteilen diskutieren in einem Workshop über Kulturentwicklung
Die dreizehn Ortsteile Neuruppins sind allesamt Bestandteile der Kulturlandschaft Neuruppins. Sie verfügen jeweils über ihre spezifischen kulturelle Traditionen und Brauchtümer und mitunter über besondere kulturtouristische Sehenswürdigkeiten. Um im Rahmen der aktuellen Kulturentwicklungskonzeption für die Fontanestadt Neuruppin mehr über das kulturelle Profil der Ortsteile zu erfahren, lud am 5. April 2011 die Forschungsgruppe »Regional Governance im Kulturbereich« gemeinsam mit dem Kulturamtsleiter der Stadt Neuruppin, Mario Zetzsche, zu einem Workshop ins Gutshaus Gnewikow ein. Getreu dem »Governance-Ansatz« wurden dazu Akteure aus unterschiedlichen Arbeitsfeldern eingeladen. So begrüßte der Neuruppiner Bürgermeister, Jens Peter Golde, selbst Teilnehmer des Workshops, ca. 25 Akteure aus den Ortsvorständen, dem Kulturbereich und aus anderen Querschnittsbereichen (u.a. Tourismus, Freizeit, Wirtschaft). Der Workshop wurde von Dr. Patrick S. Föhl und Robert Weidensdorfer von der Forschungsgruppe »Regional Governance im Kulturbereich« moderiert.

Föhl und Weidensdorfer erläuterten zunächst die Rolle des Kulturangebots in den Ortsteilen für die gesamte Kulturlandschaft Neuruppins. So ist die Kultur in den Ortsteilen aus Sicht der Forschungsgruppe sowohl identitätsstiftend für die Bürger vor Ort (Innenorientierung) und einige Angebote sind darüber hinaus auch für den Kulturtourismus von Bedeutung (Außenorientierung). Im Anschluss an das Impulsreferat schilderten und diskutierten die Teilnehmer ihr Probleme in der Kulturarbeit in den Ortsteilen und ihre Wünsche an die Kulturentwicklung. Obwohl – so ein Diskussionsergebnis – die Ortsteile kulturell unterschiedlich geprägt sind und z.T. in Konkurrenz zueinander stehen, wünschten sich viele Teilnehmer eine stärkere Vernetzung und Zusammenarbeit im kulturellen Bereich.

Kooperation waren schließlich auch das zentrale Thema, mit dem sich die Teilnehmer nach dem Pausenkaffee in konstruktiven und lebhaften Diskussionen im Plenum auseinandersetzen. Um die Kooperation zwischen den Ortsteilen zu verbessern, brachten die Teilnehmer konkrete Ideen wie die Veröffentlichung von Kulturveranstaltungen im Online-Kulturkalender auf der städtischen Homepage und die gemeinsame Nutzung von bühnen- und soundtechnischem Equipment in die Runde ein. Die Teilnehmer aus den Ortsteilen tauschten sich auch zu anderen Themen wie der Durchführung gemeinsamer Veranstaltungen und der Verbesserung der Zusammenarbeit mit dem Kulturamt aus. Insgesamt konnten Föhl und Weidensdorfer viele Eindrücke und Anregungen mitnehmen, die sie nun zusammenfassen und in die Kulturentwicklungskonzeption einarbeiten werden.

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Foto: Portland, OR. © Dr. Patrick S. Föhl, 2005.

Vorträge und Kooperationsgespräche in den USA
Dr. Patrick S. Föhl, Leiter der Forschungsgruppe »Regional Governance im Kulturbereich«, wird vom 9. bis 20. April in die USA reisen, um mehrere Vorträge zu halten und Kooperationsgespräche zu führen. Den Schwerpunkt der Reise bildet ein Aufenthalt in Portland, Oregon, wo er einige Tage mit Bill Flood Kulturplanungsprojekte in Oregon besuchen wird. Bill Flood – selbst Spezialist für kommunale und regionale Kulturentwicklungsplanung – ist seit Jahren Kooperationspartner des Studiengangs Kulturarbeit und hat mit der Forschungsgruppe u.a. im Jahr 2009 im Rahmen der Kulturkonzeption für den RWK Prignitz zusammengearbeitet. Am 12. April 2011 wird Herr Föhl einen Vortrag zum Thema »Collaborative cultural development planning in the newly-formed German states – with special emphasis on demographic change« an der University of Oregon in Eugene halten. Weitere »Talks« und Gespräche führen Patrick S. Föhl dann im Anschluss nach Washington D.C. und nach North Carolina.

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Gut Ding will Weile haben – Kulturkonzeption für den RWK Prignitz zeigt vielfach Wirkung (1.4.2011)
Eineinhalb Jahre nach der Fertigstellung der Kulturkonzeption für den Regionalen Wachstumskern Perleberg-Wittenberge-Karstädt durch die Forschungsgruppe »Regional Governance im Kulturbereich« des Studiengangs Kulturarbeit, haben die Protagonisten vor Ort eine Zwischenbilanz gezogen. Während schon einige Empfehlungen umgesetzt wurden, stehen nun weitere anvisierte Meilensteine kurz vor ihrer Realisierung. Besonders hervorzuheben ist die temporäre Einrichtung einer Kulturkoordinatorenstelle für den RWK. Weitere Informationen können in einem Artikel der Schweriner Volkszeitung vom 31. März 2011 nachgelesen werden (http://www.netzwerk-kulturberatung.de.server321-han.de-nserver.de/uploads/media/SVZ_31.3.2011.pdf). Gleichfalls steht Dr. Patrick S. Föhl, Leiter der Forschungsgruppe, als Ansprechpartner zur Verfügung.

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Regionale Kooperation – Notgemeinschaft oder Zukunftsmodell? (20.3.2011)
Am 22. März 2011 wird Dr. Patrick S. Föhl, Leiter der Forschungsgruppe »Regional Governance im Kulturbereich«, einen Vortrag zum Thema »Regionale Kooperation – Notgemeinschaft oder Zukunftsmodell?« auf der Tagung »Nachher ist länger als vorher – was bleibt von der europäischen Kulturhauptstadt Ruhr 2010?« halten. Auf dieser Veranstaltung des Bildungszentrums Schloss Eichholz der Konrad Adenauer Stiftung wird Herr Föhl u.a. neben Prof. Dr. Oliver Scheytt und Prof. Peter Vermeulen die zentralen Einflussfaktoren, Stärken und Herausforderungen dieser aktuellen Thematik im Kulturbereich reflektieren.

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Kulturelle Infrastrukur in schrumpfenden Städten/Regionen (23.2.2011)
»Die Zukunft der kulturellen Infrastruktur«, so lautet der Titel des 56. Loccumer Kulturpolitischen Kolloquiums, dass vom 25. bis 27. Februar 2011 stattfinden wird. Damit nimmt sich die Kulturpolitische Gesellschaft gemeinsam mit der Evangelischen Akademie Loccum einem Themengebiet an, welches nicht nur von bundesweiter Brisanz und Interesse ist, sondern auch im originären Fokus der Forschungsgruppe »Regional Governance im Kulturbereich« liegt, die sich seit mehreren Jahren im Rahmen von Kulturentwicklungsplanungen mit der Entwicklung kultureller Infrastruktur, vorwiegend in schrumpfenden Regionen, beschäftigt. Vor diesem Hintergrund wird Dr. Patrick S. Föhl, Leiter der Forschungsgruppe, am 26. Februar 2011 ein Impulsreferat zum Thema »kulturelle Infrastrukur in schrumpfenden Städten/Regionen« halten und anschließend als Experte an einer Arbeitsgruppe zu dieser Thematik teilnehmen. Mit Spannung ist zu erwarten, welche Ideen und Ansätze die Teilnehmer der Arbeitsgruppe zur strategischen Entwicklung kultureller Infrastruktur in schrumpfenden Regionen herausarbeiten werden.

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Neuerscheinung zum Thema »Kooperationen und Fusionen von öffentlichen Theatern« (11.2.2011)
Am 10. Feburar 2011 ist eine Monografie zum Thema »Kooperationen und Fusionen von öffentlichen Theatern« von Dr. Patrick S. Föhl, Leiter der Forschungsgruppe »Regional Governance im Kulturbereich« des Studiengangs Kulturarbeit an der Fachhochschule Potsdam, im renommierten Verlag für Sozialwissenschaften in der Reihe »Kulturmanagement und Kulturwissenschaft« erschienen.
Öffentliche Theater befinden sich aufgrund der gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen und systemimmanenter Problemlagen seit Jahren in einem Veränderungs- und Reformprozess. Hierzu zählt auch die Realisierung von Kooperationen und Fusionen. Auf der Basis einer unter allen öffentlichen Theatern in Deutschland durchgeführten quantitativen Fragebogenerhebung, qualitativer narrativer sowie leitfadengestützter Interviews und acht Fallstudien, untersucht Föhl die verschiedenen Formen der Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Theatern. Neben einer begrifflichen und theoretischen Fundierung liefert die Publikation umfassende Hinweise und Instrumente zur erfolgreichen Planung und Verwirklichung von Kooperationen und Fusionen. Gleichfalls werden Gründe, Zielstellungen und Wirkungspotenziale von Zusammenarbeit empirisch herausgearbeitet sowie belastbare Hinweise formuliert, unter welchen Voraussetzungen kooperieren oder fusionieren Sinn macht bzw. keinen sinnhaften Weg darstellt. Dabei bleibt der Blick stets paritätisch auf die weichen und harten Faktoren gerichtet, um den Wirkungsweisen des Kunstbetriebes Theater und den umfassenden Anforderungen sowie Möglichkeiten von Kooperationen und Fusionen gerecht zu werden.
Der Autor hat sich im Rahmen der vorgelegten Untersuchung erstmalig empirisch mit der Thematik der Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Theatern befasst, die den Theaterbereich bereits seit mehr als 200 Jahren immer wieder beschäftigt und gegenwärtig besonders virulent diskutiert wird. Bei der Publikation handelt es sich um eine überarbeitete Fassung einer Dissertation am Institut für Kulturmanagement der PH Ludwigsburg, die von Prof. Dr. Armin Klein und Prof. Dr. Bernd Günter (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf) betreut wurde. Gleichzeitig wurde Föhl – insbesondere in der Anfangsphase – von Frau Prof. Lissek-Schütz, Studiengang Kulturarbeit, unterstützt, bei der er ursprünglich im Jahr 2003 sein Diplom abgelegt hatte.

Die Publikation umfasst 416 Seiten, ist für 49,90 EUR über den Buchhandel zu erwerben und richtet sich in erster Linie an Studierende sowie Lehrende im Kulturmanagement sowie an Praktiker im Bereich öffentlicher Theater.

Inhaltsübersicht: Einführung des Herausgebers – Konzeptionelle Grundlagen – Begriffliche Grundlagen des Untersuchungsfeldes – Entstehung, Auslöser, Ziele und Einflussfaktoren von Theaterkooperationen und -fusionen – Qualitatives und quantitatives Erhebungsdesign – Ergebnisse der empirischen Untersuchungen – Gestaltungsempfehlungen – Resümee und Forschungsdesiderate

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Abschluss der Einzel- und Gruppeninterviews im Rahmen der Kulturentwicklungskonzeption für die Stadt Neuruppin (27.01.11; Text PF/LK)
Im Zeitraum vom 19. bis 26. Januar 2011 führte die Forschungsgruppe »Regional Governance im Kulturbereich« im Rathaussaal der Stadt Neuruppin mehrere Fokusgruppeninterviews durch. Damit wurde die Interviewphase im Rahmen der Kulturentwicklungskonzeption für die Stadt Neuruppin abgeschlossen. Die durchgeführten Fokusgruppeninterviews sind eine wissenschaftliche Methode aus der qualitativ-empirischen Sozialforschung. Vor Ort und im Vorfeld wurden die Moderatoren und Projektleiter Dr. Patrick S. Föhl und Robert Weidensdorfer von Leif Knüppel (studentischer Mitarbeiter) unterstützt, der an der Entwicklung der Interviewfragen mitwirkte und die Gespräche protokollierte.
An den fünf Gruppeninterviews nahmen Akteure aus der Stadtverwaltung und Kulturpolitik, den Kulturverwaltungen der Neuruppiner Umlandgemeinden, der Jugendkultur bzw. Generationen übergreifender Kulturarbeit, den Stadtfesten sowie der (Kultur-)Tourismuswirtschaft teil. Ingesamt beteiligten sich an den fünf Gesprächsrunden ca. 35 Wissensträger. Für alle anwesenden Akteure boten die Interviews die Möglichkeit, ihre Kritik und ihre Erwartungen an die Stadtverwaltung und an den Kulturentwicklungsprozess zu artikulieren und sich untereinander auszutauschen.
Die Leitfragen in den Interviews zielten insbesondere darauf ab, die Besonderheiten der Neuruppiner Kulturlandschaft herauszuarbeiten, sowie weitere Potenziale und aktuelle Probleme im Kulturbereich zu erforschen. Die erzielten Ergebnisse und Erkenntnisse aus den Gruppengesprächen bilden einen wichtigen Baustein für die Formulierung der strategischen Leitlinien in den einzelnen Untersuchungsbereichen (z.B. Kulturtourismus, Umlandfunktion, regionale Vernetzungspotenziale) und werden fortführend bei der Erstellung der Kulturentwicklungskonzeption berücksichtigt. Die überwiegend hohe Beteiligung der eingeladenen Akteure an den Gesprächen und die offene Diskussionsführung in den Gesprächsrunden Jugendkultur und Tourismuswirtschaft hinterließen einen positiven Eindruck beim Team der Forschungsgruppe. Die Gruppeninterviews und die zwischen November 2010 und Januar 2011 durchgeführten leitfadengestützten Einzelinterinterviews (insgesamt 25) haben durch breite Beteiligung einen umfangreichen kooperativen Kulturentwicklungsprozess in Gang gesetzt, der in den folgenden Monaten u.a. durch die Durchführung von Workshops fortgeführt wird.
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Kooperationen als Wesenselement des Kulturtourismus (4.02.2011)
Die Forschungsgruppe »Regional Governance im Kulturbereich« hat sich in den vergangenen vier Jahren im Rahmen diverser Forschungs- und Begleitungsprojekte im Kontext regionaler Governance bzw. Kooperation auch intensiv mit dem Thema Kulturtourismus beschäftigt. Aspekte der regionalspezifischen Schwerpunktsetzung, eines optimierten Qualitäts- und Servicemanagements standen hierbei ebenso im Mittelpunkt wie die bessere Abstimmung und Koordination zwischen Kultur und Tourismus und die Intensivierung der Zusammenarbeit von Kulturakteuren untereinander. Nachdem Dr. Patrick S. Föhl, Leiter der Forschungsgruppe, dieses Thema bereits in einem kleinen Aufsatz in der Zeitschrift »Das Orchester« beleuchtet hat, ist nun ein umfangreicher Beitrag zum Thema »Kooperationen als Wesenselement des Kulturtourismus« in einem neuen Sammelband mit dem Titel »Neue Impulse im Kulturtourismus« von Prof. Dr. Andrea Hausmann und Laura Murzik erschienen. Der Beitrag, den Dr. Patrick S. Föhl gemeinsam mit seiner Ludwigsburger Kollegin und Kulturtourismusexpertin Yvonne Pröbstle verfasst hat, beleuchtet auf 28 Seiten die Formen, Potenziale und Stolpersteine von Kooperationen im Kulturtourismus. Dabei werden theoretische Aspekte ebenso reflektiert, wie die praxeologischen Implikationen der aufgeworfenen Thematik.
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Vier Jahre Forschungsgruppe »Regional Governance im Kulturbereich« (10.01.2011)
Bereits seit vier Jahren ist die Forschungsgruppe »Regional Governance im Kulturbereich« am Studiengang Kulturarbeit aktiv. Seitdem wurden zahlreiche Projekte, vor allem Kulturentwicklungsplanungen, durchgeführt, Tagungen veranstaltet, Aufsätze verfasst, ein Sammelband veröffentlicht und die Lehre am Studiengang bereichert.
Dr. Patrick S. Föhl, Gründer und Leiter der Forschungsgruppe, hat dieses kleine Jubiläum zum Anlass genommen, ein Resümee über die Arbeit der Forschungsgruppe zu ziehen und insbesondere deren Gratwanderung zwischen Forschung und Beratung zu reflektieren. Der Beitrag, der im Dezember 2010 im KM-Magazin von kulturmanagement.net erschienen ist, kann hier nachgelesen werden: "Kulturentwicklungsplanung – eine unendliche Geschichte?" (PDF).
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Workshop zur Kulturentwicklung in Dessau-Roßlau in den Räumlichkeiten der Stiftung Bauhaus. (Foto: Dr. Patrick S. Föhl)

Bürgerinitiative gibt Anstoß zu einem Kulturentwicklungsprozess in Dessau-Roßlau (29.11.2010; Text PF und Bürgerinitiative)
Beteiligung der Akteure, einen transparenten Prozess, eine saubere Analyse von Stärken und Schwächen und die klare Definition von Schwerpunkten sind zentrale Erwartungen von Kulturakteuren an einen neuen Kulturentwicklungsplan für Dessau-Roßlau. Dies ist das Ergebnis eines dreitägigen Workshops, den die Initiative "Land braucht Stadt" – welche von Uwe Weber, Student der Kulturarbeit mitinitiiert wurde – in Kooperation mit Dr. Patrick S. Föhl, Leiter der Forschungsgruppe „Regional Governance im Kulturbereich“, am Wochenende (27./28.11.2010) veranstaltet hat. Unterstützt von zwei Studierenden der Hochschule Anhalt wurden mit sechs sehr unterschiedlichen Kulturakteuren Interviews geführt, ausgewertet und zu einer Vorstudie verdichtet. Der erste Entwurf eines Masterplans Kultur war nach massiven und von "Land braucht Stadt" unterstützten Protesten in den Ausschüssen durchgefallen. Unter anderem gab die mangelnde Beteiligung von Akteuren Anlass zur Kritik.
Gefragt in den Interviews wurde unter anderem nach Stärken des aktuellen Kulturangebots. Hier ergaben sich zwei konträre Sichtweisen: lobten die einen die so genannten Leuchttürme und großen Events (Anhaltisches Theater, Bauhaus, Kurt-Weill-Fest, Farbfest), priesen andere die Vielfalt der kulturellen Szene. Von beiden Gruppen wurden allerdings bestimmte Sektoren völlig ausgeblendet: freie Jugendkultur, niedrig schwellige Festkultur oder die Hochschule liegen außerhalb ihrer Wahrnehmung. Auch werden demographische Entwicklungen bislang ebenso vernachlässigt wie die Tatsache weitgehend ignoriert, dass den "klassischen Kulturbürger, der ins Theater geht, kaum mehr gibt", so Föhl bei der Präsentation der Workshop-Ergebnisse. Es werde immer schwieriger, das fragmentierte Publikum zu erreichen.
Als eklatanteste Schwäche wurde in allen Experteninterviews die fehlende Koordination bei den Angeboten genannt. Interessanter Weise (vor dem Hintergrund der positiven Aspekte) wurde die Konzentration auf die Leuchttürme regelmäßig als Schwäche interpretiert. Klagen gab es zudem über mangelnde Schwerpunktsetzung, personelle und finanzielle Ausstattung sowie eine Diskussion, die sich mehr am Geld denn an den Inhalten festmacht.
Eine weitere Frage galt der regionalen und überregionalen Vermarktung, die durchgängig als schwach beurteilt wurde. So fehle es an einer Strategie, Kultur, Tourismus und Marketing würden in Dessau-Roßlau nicht miteinander verknüpft, es fehle Geld und – ein Mal mehr – Koordination.
Relativ ernüchternd fielen die Auskünfte zu Kooperationen aus. Diese seien in Ansätzen vorhanden und bezögen sich vor allem auf Schulen und Bildungsträger. Hier wurde mehrfach die Stadtverwaltung in die Pflicht genommen: sie solle Kooperationen organisieren.
Im Zwischenfazit kommt der Workshop zum Ergebnis, dass die Akteure sowohl nach innen als nach außen blickten, sie hätten sowohl kulturelle Bildung als auch Kulturtourismus im Auge. Insgesamt, so das Fazit nach drei Tagen, seien mehr Stärken als Schwächen wahrgenommen worden. Aber, dies strich Föhl heraus, es gebe unter den Akteuren den Wunsch nach einer Kulturentwicklungsplan. Ob diese aufzubauen externe Hilfe voraussetzt, ließ er offen, machte indes deutlich, dass die Arbeit an einem solchen Konzept erhebliche Ressourcen erfordere.
Der Workshop sei ein Angebot der Initiative, verdeutlichte für diese, dass der Workshop ein Angebot darstelle, nun sei es an Verwaltung und Politik, mit den Erkenntnissen umzugehen und Entscheidungen zu treffen.
Ein Bericht des „Regionalfernsehens Anhalt“ zur Präsentation des Workshops kann hier betrachtet werden.

Hintergrund:
Die Initiative "Land braucht Stadt – Ja zu Dessau-Roßlau" wurde im Februar dieses Jahres angesichts massiver Kürzungspläne in den Bereichen Kultur, Sport und Jugend gebildet. In nur sechs Wochen sammelte sie über 14000 Unterschriften für ihre Forderungen, zu deren Kernpunkten ein Dialog zwischen Bürgern und Politik gehört. Mehr Infos über "Land braucht Stadt" auf land-braucht-stadt.de
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Dr. Patrick S. Föhl auf der Tagung im Freilichtmuseum Kiekeberg © Foto: Dr. Martina Dillmann

Das offene Museum und Handeln in der Krise (21.11.2010; Text PF)
Der Kulturbereich verändert sich. Gesamtgesellschaftliche Verwerfungen und neue Anforderungen implizieren einen radikalen Wandel – vor allem artikulieren sie den Bedarf an die Kulturbetriebe sich strategisch auszurichten. Im Mittelpunkt stehen hier u.a. zunehmend die Themen Governance, Partizipation, kooperative Demokratie und Kooperation. Nachdem Dr. Patrick S. Föhl, Leiter der Forschungsgruppe »Regional Governance im Kulturbereich«, bereits im Oktober mehrfach im Kontext dieser Diskussionen als Referent auf verschiedenen Tagungen und Workshops eingeladen war, war er auch im November zu diesen Themen verschiedentlich unterwegs. Besonders hervorzuheben sind hierbei die Tagungen »Das offene Museums« und »Handeln in der Krise«. Auf der Tagung »Das offene Museum. Rolle und Chancen von Museen in der Bürgergesellschaft«, hat Patrick S. Föhl einen Vortrag zum Thema »Gesellschaftliche Mitwirkung und Teilhabe bei Planungs- und Entscheidungsprozessen: Governance-Aspekte einer zeitgemäßen Museumspolitik« gehalten. Die 9. Museumsmanagement-Tagung wurde durch die Stiftung Freilichtmuseum am Kiekeberg ausgerichtet und fand vom 8. bis 9. November 2010 im gleichnamigen Museum statt. Das 3. Kölner Kulturpolitische Symposium des Kölner Kulturrates widmete sich diesjährig dem »HANDELN IN DER KRISE«. Patrick S. Föhl brachte sich mit einem Vortrag zum Thema »Kooperationen und Fusionen von öffentlichen Theatern – Entwicklung oder Abwicklung kultureller Infrastruktur?« in diese Diskussion ein. Das Symposium fand am 19. und 20. November 2010 in Köln statt.

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Podiumsdiskussion mit Prof. G. Quander, J. Nimptsch, H. G. Lohe, S. Junker (Moderation), Dr. P. Föhl (v. links); © Till Eitel, Bonn, 2010

Regionale Kooperationen
Im Rahmen des 3. Kölner Kulturpolitischen Symposiums war Dr. Patrick S. Föhl, neben seinem Vortrag zum Thema »Kooperationen und Fusionen von öffentlichen Theatern«, Teilnehmer einer hochkarätigen Podiumsdiskussion. Gemeinsam mit dem Oberbürgermeister der Bundesstadt Bonn, Jürgen Nimptsch, und den Kulturderzenten der Städte Düsseldorf (Hans Georg Lohe) und Köln (Prof. Georg Quander), diskutierte er zum Thema »In der Krise liegt die Chance – Auch für die Wiederbelebung der Rheinschiene? Bisherige Erfahrungen und künftige Möglichkeiten für eine kulturpolitische Zusammenarbeit am Rhein«.
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Kultur- und Festspielhaus Wittenberge; © Foto: Dr. P. Föhl

Drei Folgeprojekte in der Prignitz (2.11.2010; Text PF)
Die Forschungsgruppe »Regional Governance im Kulturbereich« des Studiengang Kulturarbeit ist mit neuen Projekten in der Prignitz aktiv. Ausgehend von dem in den Jahren 2008 und 2009 durch die Forschungsgruppe erstellten »Kulturkonzept für den Regionalen Wachstumskern Perleberg–Wittenberge–Karstädt« und entsprechenden Analysen sowie Handlungsempfehlungen, entstehen derzeit zwei Diplomarbeiten.
Die Studentin der Kulturarbeit, Marianne Cebulla, beschäftigt sich in ihrer Diplomarbeit mit den Gestaltungspotenzialen von Kulturarbeit in gesellschaftlichen Wandlungsprozessen. In der Arbeit sollen die Begriffe »Kultur« und »Arbeit« auf ihre Handlungsmöglichkeiten in der Region untersucht werden. Die Diplomarbeit soll einen Beitrag auf die Beantwortung der Frage leisten, inwieweit Kulturarbeit in einer von demografischen Wandlungsprozessen betroffenen Region positiv wirken kann. Die Konzeption praktischer kultureller Lösungsvorschläge nimmt einen wichtigen Teil der Diplomarbeit ein und soll auf die tatsächliche Wirklichkeit der Region bezogen werden.
Die Abschlussthesis von Katja Skurcz, ebenfalls Studentin der Kulturarbeit, wird sich mit dem Thema der Initiierung bzw. den Funktionen von regionalen und überregionalen kulturellen Netzwerken sowie Kooperationsmodellen am Beispiel der Prignitzstadt Wittenberge auseinander setzen. Das Anliegen dieser Arbeit besteht darin, die zerstückelten Motivationen der einzelnen gesellschaftlichen Akteure aus Wittenberge und der umliegenden Umgebung in Synergien zu bündeln und ein praxisdienliches Konzept für ein Portal zu schaffen, das einen kontinuierlichen Überblick des vorhandenen künstlerischen Potenzials und Engagements zur Vernetzung in Wittenberge und Umgebung anbietet. Die Diplomarbeit setzt sich explizit und weiterführend mit der Handlungsempfehlung »Vernetzung und Kooperation« aus dem Kulturkonzept für den RWK Prignitz auseinander.
Gemeinsam arbeiten die beiden Diplomandinnen darüber hinaus an dem vom PlusPunkt KULTUR Wettbewerb ausgezeichneten »Projekt Stadt als Bühne – Theater in Wittenberge« (weitere Informationen: plus-punkt-kultur.de. Das Theaterprojekt will eine kulturelle Aktivierung der Jugend in Wittenberge erreichen. Gegen das aktuelle Bild von der scheinbaren »Zukunftslosigkeit« in Ostdeutschland möchte das Projekt »Stadt als Bühne« kulturelle Aktivitäten für diejenigen anbieten, die kurz vor der Gestaltung ihrer eigenen Zukunft stehen. In Form von künstlerischen Theaterworkshops werden die Jugendlichen dazu angeregt, sich mit ihren Zukunftsvorstellungen und mit ihrem Lebensraum produktiv auseinanderzusetzen. Die Studentinnen greifen bei ihrer Arbeit auf die durch die Kulturkonzeption bereits bestehenden Akteursnetzwerke zurück. Die Szenencollage wird am ersten Aprilwochenende 2011 im Kultur- und Festspielhaus Wittenberge aufgeführt.
Von Seiten der Forschungsgruppe werden die Studentinnen bzw. die Projekte von Dr. Patrick S. Föhl, Leiter der Forschungsgruppe, betreut.
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»Masterplan Kultur« für Dessau-Roßlau (11.11.2010)
Gegenwärtig wird in Dessau-Roßlau heiß über den kürzlich von Seiten der Stadt vorgelegten Masterplan Kultur diskutiert (für weitere Details siehe den Beitrag aus der Mitteldeutschen Zeitung vom 10. November 2010). Unter anderem steht die Neuauflage des Masterplans im Raum. Dieser soll auf Grundlage einer umfangreichen Analyse und unter breiter Beteiligung der Kulturschaffenden sowie der Bevölkerung erarbeitet werden. Diesen Prozess hat die Bürgerinitiative »Land braucht Stadt« maßgeblich angestoßen. Ein zentraler Akteur dieser Initiative ist Uwe Weber, derzeitiger Student der Kulturarbeit.
Uwe Weber konnte Dr. Patrick S. Föhl, Leiter der Forschungsgruppe »Regional Governance im Kulturbereich«, gewinnen, Ende des Monats einen Workshop zu den Perspektiven einer umfangreichen Kulturentwicklungsplanung mit den Akteuren vor Ort zu leiten und zu moderieren. Dabei sollen die Bedarfe an eine solche Planung abgesteckt und mit Herrn Dr. Föhl ein externer, neutraler und erfahrener Kulturentwicklungsplaner in diesen – bislang virulenten – Prozess einbezogen werden. Darüber hinaus werden Studenten des Studiengangs Kulturarbeit diesen Workshop unterstützen.
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Fontanestadt Neuruppin im Herbst. © Foto: Dr. Patrick S. Föhl

Verstärkung in der Forschungsgruppe und Auftakt in Neuruppin (3.11.2010; Text PF)
Seit Anfang Oktober 2010 hat die Forschungsgruppe »Regional Governance im Kulturbereich« zwei neue Mitarbeiter. Robert Weidensdorfer, frisch diplomierter Kulturarbeiter, wird die Forschungsgruppe in den kommenden zehn Monaten als akademischer Mitarbeiter unterstützen. Seine Hauptaufgabe besteht in der stellvertretenden Leitung des aktuellen Projektes in Neuruppin (s. unten). Leif Knüppel, Student der Kulturarbeit, wird bis Ende März 2011 als studentischer Mitarbeiter im Rahmen des Neuruppin-Projektes in der Forschungsgruppe mitwirken.
Nach einer Pressekonferenz im Oktober zur geplanten Vorgehensweise, wurde am 2. November 2010 unter Teilnahme von ca. 60 interessierten Kulturschaffenden und weiteren Akteuren aus der Fontanestadt Neuruppin das Projekt »Kulturentwicklungskonzeption für die Fontanestadt Neuruppin und Feststellung von Qualifizierungsbedarf im Kulturbereich« vorgestellt. Im Rathaussaal formulierten zunächst Mario Zetzsche, Kulturmanager der Fontanestadt Neuruppin, und Arne Krohn, stellvertretender Bürgermeister der Fontanestadt Neuruppin, ihre Sicht auf die Kultur und ihre Anforderungen sowie Wünsche an entsprechende Entwicklungs- bzw. Planungsprozesse. Dr. Patrick S. Föhl, Leiter der Forschungsgruppe »Regional Governance im Kulturbereich« sowie Projektleiter der Studie, und Robert Weidensdorfer stellten anschließend die Schwerpunkte der Konzeption vor. Auf die einleitenden Vorträge folgte eine ausgiebige und produktive Diskussion mit den Gästen der Auftaktveranstaltung, die bereits die vielfältigen Sichtweisen, Hoffnungen und Wünsche hinsichtlich einer Kulturentwicklung in Neuruppin abbildete.
Indes ist das Projekt bereits in vollem Gange. Bereits seit einigen Wochen arbeiten Robert Weidensdorfer und Leif Knüppel unter Leitung von Dr. Patrick S. Föhl an der Dokumentenanalyse. Ziel ist die detaillierte Beschreibung der Ausgangssituation (z.B. soziodemografische Daten, Kulturlandschaft), um Transparenz herzustellen und eine Grundlage für die weiteren Untersuchungen zu schaffen. Auf Grundlage dieser Daten- und Analysebasis werden vor allem die Themen »Qualifizierungsbedarfe«, »Umlandfunktion« und »Vernetzungspotenziale« fokussiert. Dabei wird ein Hauptaugenmerk auf die Aktivierung und Vernetzung aller gesellschaftlichen (Kultur-)Akteure und Einrichtungen aus dem öffentlichen, frei-gemeinnützigen und privaten Sektor gelegt. Die Themen demografischer Wandel, kulturelle Bildung und Kulturtourismus werden in den Untersuchungsschritten und -schwerpunkten »mitbedacht«, da sie Einfluss auf (fast) alle Kulturangebote haben bzw. haben sollten.
Das qualitative Fundament für die Erarbeitung des Konzepts wird – neben der Dokumentenanalyse – die Durchführung eines Methoden-Mix bilden. Hierzu zählen u.a. Experteninterviews, Bürgerforen und Workshops. Die Erstellung des Berichts hat partizipativen Charakter, da möglichst viele Akteure aus Kultur, Kunst, Verwaltung, Politik und relevanten Querschnittsbereichen in den Prozess integriert werden sollen. Damit wird einerseits sichergestellt, dass spezifisches Wissen und Ideen in das Konzept mit einfließen und anderseits eine Identifikation mit diesem ermöglicht wird.
Übergreifendes Ziel der Kulturentwicklungskonzeption ist die – wissenschaftlich belastbare – Formulierung von Zielen für die Kultur der Fontanestadt Neuruppin für die kommenden fünf Jahre und das Aufzeigen von entsprechenden Maßnahmen, um diese zu erreichen. Das Projekt wird durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert (75% der Gesamtsumme).
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Dr. Dietlind Tiemann und Dr. Patrick S. Föhl bei der Konzeptübergabe. © Foto: Stadt Brandenburg

Abschluss der Kulturentwicklungskonzeption für die Stadt Brandenburg an der Havel (29.9.2010; Text PF)
Am Dienstag, dem 28. September 2010 wurde der Oberbürgermeisterin der Stadt Brandenburg an der Havel, Dr. Dietlind Tiemann, offiziell die Studie »Kulturentwicklungskonzeption für die Stadt Brandenburg an der Havel und Feststellung von Qualifizierungsbedarf im Kulturbereich« übergeben. Im Auftrag der Stadt und mit Unterstützung und Förderung durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur (MWFK) aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Brandenburg hat die Forschungsgruppe »Regional Governance im Kulturbereich« des Studiengang Kulturarbeit der Fachhochschule Potsdam über ein Jahr intensiv geforscht und die kulturelle Landschaft der Stadt Brandenburg an der Havel analysiert. Das Kernteam setzte sich aus Dr. Patrick S. Föhl (Projektleiter und Leiter der Forschungsgruppe), Robert Weidensdorfer (studentischer Mitarbeiter) und Stephanie Knitter (akademische Mitarbeiterin) zusammen.
Als Ergebnis der Forschungsarbeit liegt nun die Kulturentwicklungskonzeption in zwei Bänden vor. Der Band I umfasst die Grundlagen, Bestandsaufnahmen, Forschungsergebnisse und Einzelempfehlungen für Kultureinrichtungen/-sparten. In Band II werden die Analysen zusammenfassend dargestellt und darauf aufbauend für sieben Themenbereiche insgesamt 18 Ziele mit rund 50 Handlungsempfehlungen beschrieben. Die Themenbereiche spannen sich von der Kulturfinanzierung, über den Kulturtourismus bis hin zur kulturellen Bildung. Oberbürgermeisterin Dr. Dietlind Tiemann dankte im Beisein von Hajo Cornel, Leiter der Abteilung Kultur des MWFK, dem Forschungsteam um Herrn Dr. Patrick S. Föhl für seine intensive Arbeit und stellte fest: »Die vorliegenden Ergebnisse der Studie bilden die Basis für die damit beginnende Diskussion zur weiteren kulturellen Entwicklung der Stadt.«
Als Ergebnis der Studie hat die Stadtverwaltung Brandenburg an der Havel bereits erste Maßnahmen ergriffen und eine Beschlussvorlage an die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Brandenburg an der Havel vorbereitet. Der Beschlussvorschlag beinhaltet u. a. die Gründung eines Kulturrates für die Stadt Brandenburg an der Havel. Der Kulturrat soll als beratendes Gremium für den Fachausschuss und die Fachverwaltung bei wichtigen kulturpolitischen Entscheidungen einbezogen und um Abgabe von empfehlenden Voten aufgefordert werden. Um die Breite kultureller Interessen bei der Besetzung des Kulturrates berücksichtigen zu können, sollen neben Vertretern aller Kultursparten auch Vertreter der Wissenschaft, der Wirtschaft und von Fachverbänden in den Kulturrat berufen werden.
In einer Sondersitzung des Ausschusses für Kultur, Bildung und Sport am Dienstag, dem 5. Oktober 2010 werden sich die Mitglieder des Ausschusses mit der Kulturentwicklungskonzeption und insbesondere der Gründung des Kulturrates befassen. Die Kulturentwicklungskonzeption, die Grundlage für den Beschluss ist und auch die Basis für alle weiteren Diskussionen bildet, steht auf der Internetseite der Stadt Brandenburg an der Havel unter: www.stadt-brandenburg.de/stadt-buerger/kultur-bildung/kultur- service/kulturentwicklung zur Verfügung.
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Neues Projekt in Neuruppin
Vor wenigen Wochen ist der Startschuss für ein neues Projekt der Forschungsgruppe in der Fontanestadt Neuruppin gefallen. Dafür sind Robert Weidensdorfer als akadmischer Mitarbeiter und stellvertretender Projektleiter sowie Leif Knüppel als studentischer Mitarbeiter an Bord der Forschunggsuppe gekommen. Das Projekt wird von Dr. Patrick S. Föhl geleitet. Bis Sommer 2011 wird dieses Team an einer Kulturentwicklungskonzeption für die Fontanestadt arbeiten. Am 2. November 2010 wird der offzielle und öffentliche Kick-Off in Neuruppin stattfinden.
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Patrick S. Föhl übernimmt Professur für Kulturmanagement in Berlin – und bleibt weiterhin Leiter der Forschungsgruppe »Regional Governance im Kulturbereich«
Zum 1. September 2010 übernimmt Dr. Patrick S. Föhl, Absolvent des Studiengangs Kulturarbeit und Leiter der Forschungsgruppe »Regional Governance im Kulturbereich«, die zweite Professur für Kulturmanagement an der Internationalen Hochschule Berlinhttp://www.i-h-berlin.de/sites/institute/kultur/institut_kultur.html.
Die junge private Hochschule im Südosten Berlins bietet den Studierenden mit den drei Studiengängen Kultur-, Politik- und Sportmanagement eine Ausbildung zum Bachelor mit intensivem Praxisbezug, kleinen Lerngruppen und persönlicher Betreuung. Mit der Verpflichtung von Herrn Föhl, geb. 1978, ist es der staatlich anerkannten Hochschule gelungen, einen bekannten und renommierten Nachwuchswissenschaftler im Bereich Kulturmanagement zu gewinnen. Herr Föhl komplettiert nun das Professorenteam um Martina Dillmann, der Leiterin des Instituts für Kulturmanagement, die für das Jüdische Museum Berlin die Bereiche Marketing und Kulturtourismus aufbaute.
Herr Föhl hat bei Prof. Dr. Armin Klein am Institut für Kulturmanagement an der Pädagogischen Hochschule in Ludwigsburg zum Thema »Kooperationen und Fusionen von öffentlichen Theatern« promoviert und bereits seit 1996 in verschiedenen Kultureinrichtungen gearbeitet und beraten. 2004 gründete er das Netzwerk für Kulturberatung. 2006 folgte die Gründung der Forschungsgruppe »Regional Governance im Kulturbereich« am Studiengang Kulturarbeit der Fachhochschule Potsdam, die er seitdem leitet und etabliert hat. Herr Föhl wird trotz seiner neuen Verpflichtung Leiter der Forschungsgruppe bleiben, um diese gemeinsam mit dem Studiengang Kulturarbeit weiterzuentwickeln. Ein neues Projekt steht bereits an. Die Forschungsgruppe wird eine Kulturentwicklungskonzeption für die Stadt Neuruppin durchführen. Darüber hinaus ist Patrick S. Föhl Gastdozent sowie Referent an verschiedenen Hochschulen in Deutschland, in Polen, in der Schweiz und in den USA. Seine zahlreichen Publikationen, Forschungsprojekte und Gutachten bewegen sich u.a. in den Themenfeldern strategisches Kulturmanagement, Kooperationen, Kulturmarketing, Ausstellungsmanagement, Kulturfinanzierung, Kulturentwicklungsplanung und Kulturpolitik, mit einem Schwerpunkt auf »Governance« – ein neues Forschungsgebiet, das Herr Föhl als einer der ersten Wissenschaftler für den Kulturbereich erschlossen hat.

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Altstadt Brandenburg an der Havel; Foto: Patrick S. Föhl

Kulturentwicklungskonzeption für die Stadt Brandenburg an der Havel geht in die Zielgerade (15.7.10; Text PF)
Nach einjähriger intensiver Forschungsarbeit liegt nun der erste Band der Forschungsgruppe »Regional Governance im Kulturbereich« vor, der unter Leitung von Patrick S. Föhl verfasst und zusammengestellt wurde. In dem umfangreichen Dokument werden die Grundlagen des Forschungsansatzes und die gesamtgesellschaftliche Ausgangssituation für die Stadt Brandenburg an der Havel (u.a. demografische Entwicklungen) beschrieben. Es enthält ausführliche Informationen zum kulturellen Angebot der Stadt Brandenburg an der Havel und dem Umland und stellt die Ergebnisse der Forschungsarbeit dar. Für einzelne Sparten werden die Ergebnisse allgemeinen Perspektiven gegenübergestellt, wie sie bundesweit als Entwicklungstendenzen von Fachleuten diskutiert werden. Ebenso finden sich mitunter erste gutachterliche Anmerkungen zu einzelnen Kultureinrichtungen und -projekten.
In diesem Grundlagenband sind bereits viele wichtige Details zur Kulturentwicklung nachzulesen. Hierzu zählt neben dem gewonnen Expertenwissen und analytischen Beobachtungen auch die Feststellung, dass die Stadt Brandenburg an der Havel im gesamtdeutschen Kommunalvergleich unter den Top-Ten in Hinblick auf die Kulturausgaben kommt. Ein klares Zeichen für die Kultur, aber auch eine Verpflichtung, den Kulturbereich auf die Zukunft auszurichten und analog zu den gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen (u.a. Medialisierung, soziale Polarisierung, Überalterung) zu entwickeln. Der Band I kann hier herunter geladen werden und steht ab sofort der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung.
Gegenwärtig wird eine interne Bewertung des Bands II vorgenommen, der eine Analyse der Untersuchungsschwerpunkte umfasst (u.a. Kooperation, Umlandfunktion und Kulturtourismus) und Handlungsempfehlungen für die kulturelle Entwicklung von Brandenburg an der Havel und dem Umland enthält. Nach Abschluss dieser Bewertung werden die Handlungsempfehlungen zur Beschlussempfehlung an die Stadtverordnetenversammlung übergeben.

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Vorträge über Governance und Regionale Kooperationen im Kulturbereich (25.5.10)
Patrick S. Föhl, Leiter der Forschungsgruppe »Regional Governance im Kulturbereich«, ist in den kommenden Tagen unterwegs, um über die zentralen Inhalte der Forschungsgruppe zu referieren. Am 28. Mai 2010 wird er am Studiengang für Kultur- und Medienbildung der PH Ludwigsburg einen Vortrag zum Thema »Governance: ›Neue‹ Formen der Koordination, Kooperation und Steuerung kommunaler Kulturpolitik« halten (weitere Informationen). Wenige Tage später, am 2. Juni 2010, ist Herr Föhl Gastredner auf dem 3. Kulturworkshop des Region Köln/Bonn e.V. im Düsseldorfer Medienhafen. Dort referiert er zum Thema »Regionale Kooperationen im Kulturbereich«.

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Burg Eisenhardt (Foto: Stadt Bad Belzig)

Langer Atem: Kooperative Kulturentwicklung in Bad Belzig hat begonnen (15.3.10; Text PF)
Nicht selten besteht die Gefahr, dass Konzepte und Planungen mit großen Anstrengungen erarbeitet werden, um dann nach ihrer Veröffentlichung wieder in der Schublade zu verschwinden; seien sie noch so partizipativ entwickelt worden und seien die Inhalte noch so innovativ. Manchmal ist das (kultur-)politische »Klima« nicht optimal, die Empfehlungen von einigen Interessengruppen nicht gewünscht oder Veränderungsprozesse noch derart ungewiss sowie Umweltfaktoren dermaßen herausfordernd, dass schlichtweg kein Raum für notwendige Entscheidungen verbleibt. Diese Gefahr schien auch bei einer Expertise zu bestehen, die die Forschungsgruppe »Regional Governance im Kulturbereich« der FH Potsdam vergangenes Frühjahr für die Burg Belzig als Kultur- und Freizeitstandort im Auftrag der »Initiative Burg Eisenhardt« entwickelt hatte. Zu groß schienen die Ungewissheiten zu sein, wie es mit der Burg Belzig weitergehen und wie diese in die allgemeine Profilentwicklung der Stadt Bad Belzig integriert werden solle. Die jüngsten Ereignisse zeugen jedoch davon, dass manchmal auch nur ein langer Atem notwendig ist, bis Kulturkonzepte ihre Wirkung entfalten. Denn inzwischen bewegt sich etwas in Bad Belzig. So wird nicht nur die besagte Expertise zur Profilierung der Burg Eisenhardt in Bad Belzig als Kulturstandort herangezogen, sondern generell ein kooperativer Kulturplanungsprozess – ganz im Sinne des Governance-Ansatzes der Forschungsgruppe – in Bad Belzig angestoßen, in der die Burg ein Arbeitsfeld darstellt. Erste Meilensteine sind die Gründung eines Kulturkreises, die Bereitschaft der Stadt an einem entsprechenden Entwicklungsprozess und die Veranstaltung einer öffentlichen Bürgerversammlung als Ideenbörse für die Burg Eisenhardt und den Standort Bahnhofstraße 14 am 18. März 2010 im Bad Belziger Ratssaal.

Die Forschungsgruppe kann bislang generell eine positive Bilanz hinsichtlich der Realisierung und Wirkung ihrer Kulturkonzeptionen ziehen, da diese überwiegend einer Umsetzung zugeführt wurden und kontinuierlich weiterentwickelt werden.

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Wittenberge (Foto: Iken Neisener)

Was läuft in Wittenberge – eine ganze Menge, aber Schimmel sind eher selten. Potsdamer Kulturforscher kritisieren negative Darstellung der Region und setzen in einem Kulturkonzept positive Akzente (8.3.10)
In Hinblick auf die gegenwärtigen Diskussionen um die Darstellung der Stadt Wittenberge in den Medien, positioniert sich die Forschungsgruppe »Regional Governance im Kulturbereich« mit einer Stellungnahme, die hier heruntergeladen werden kann. Die Forschungsgruppe hat von 2008 bis 2009 eine interkommunal orientierte Kulturkonzeption für den Regionalen Wachstumskern Perleberg-Wittenberge-Karstädt erarbeitet.
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Gruppeninterviews in Brandenburg an der Havel (17.01.10)
Im Rahmen des Forschungsprojekts für die Kulturentwicklungskonzeption führte die Forschungsgruppe »Regional Governance im Kulturbereich« am 14. und 15. Januar 2010 Gruppeninterviews mit ausgewählten Akteuren aus Brandenburg an der Havel durch. Unterstützt wurde der Projektleiter Patrick S. Föhl von den Studenten der Kulturarbeit Robert Weidensdorfer (7.Semester) und Thomas Praßer (9. Semester).
Mit Hilfe des Fokusgruppeninterviews, einer wissenschaftlichen Methode aus dem Bereich der qualitativen Sozialforschung, wurden zahlreiche Wissensträger in den Prozess der Kulturentwicklungsplanung eingebunden. An den Gesprächen beteiligten sich ca. vierzig Teilnehmer aus sieben verschiedenen Bereichen, welche zu Forschungsfragen nach der gegenwärtigen Situation und Kooperationsmöglichkeiten im Kulturbereich in Brandenburg an der Havel Stellung bezogen und diskutierten. Dazu zählten Akteure aus den Bereichen Kulturpolitik, Umlandgemeinden, Unternehmen und Museen, sowie freischaffende Künstler, eine Gruppe von jungen Erwachsenen und Veranstalter von Stadtfesten.
Die engagierte Teilnahme in den Gruppeninterviews hinterließ einen positiven Gesamteindruck bei der  Forschungsgruppe und zeigte, dass die befragten Akteure der Kulturentwicklungsplanung großes Interesse beimessen. Die erzielten Erkenntnisse und Ergebnisse aus den Gesprächen bilden einen wichtigen Baustein der Kulturentwicklungskonzeption für die Stadt Brandenburg an der Havel und sind im Rahmen dessen für die Formulierung von Handlungsempfehlungen von Bedeutung.
Thomas Praßer und Robert Weidensdorfer präsentierten Forschungsmethode, -begleitung und -auswertung im Seminar »Marktforschung im Kulturbereich« von Prof. Ellen Lissek-Schütz und Uwe Hanf an der Fachhochschule Potsdam.
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Hervorragende Grundlage für Studium und Lehre, als auch für Forschung und Praxis (10.01.10)
Im aktuellen Kulturmanagement-Magazin des neuen Jahres ist die erste Rezension des Sammelbandes »Regionale Kooperationen im Kulturbereich« erschienen. Yvonne Pröbstle, PH Ludwigsburg, zieht am Ende ihrer Rezension folgendes Fazit: »Die Lektüre dieses Sammelbandes bildet [...] sowohl für Studium und Lehre, als auch für Forschung und Praxis eine hervorragende Grundlage.« Die Rezension kann hier heruntergeladen werden.

Beitrag über die Forschungsgruppe
Im kürzlich erschienenen Sammelband »Regionale Kooperationen im Kulturbereich« von Patrick S. Föhl und Iken Neisener, findet sich auch ein ausführlicher Beitrag, der die Ausrichtung der Forschungsgruppe und die Arbeit der vergangenen dreieinhalb Jahren vorstellt. Dieser Aufsatz von Patrick S. Föhl, Leiter der Forschungsgruppe, kann hier heruntergeladen werden.

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Patrick S. Föhl auf dem 2. Viadrina Kulturmanagement- symposium. Bildnachweis: EUV

Tagungssaison – Forschungsgruppe auf »Vortragsreisen« (5.11.09; Text PF)
Ende des Jahres ist »Tagungssaison«. Das gilt auch für Patrick S. Föhl und Iken Neisener von der Forschungsgruppe »Regional Governance im Kulturbereich«. Iken Neisener machte den Anfang mit einem Vortrag zum Thema »Bedeutungsgewinn von Kooperationen für Bibliotheken« am 11. November 2009 auf der Jahrestagung der Bibliotheksleiter im Land Brandenburg in Luckenwalde. Kurz darauf, am 14. November, eröffnete Patrick S. Föhl mit dem einleitenden Vortrag »Netzwerke(n) in der Kultur« die 17. Fortbildungstagung des Kultur- und Freizeitamtes Erlangen. Zu den »Chancen und Risiken von Kooperationen im Kulturtourismus« referierte Patrick S. Föhl am 20. November auf dem 2. VIADRINA KULTURMANAGEMENT SYMPOSIUM (Tagungsthema: »Neue Impulse im Kulturtourismus«) und moderierte am darauf folgenden Tag einen Workshop zu dieser Thematik im Jüdischen Museum in Berlin. Ihren gemeinsamen Auftritt hatten Patrick S. Föhl und Iken Neisener schließlich am 30. November auf der Tagung »Vielfalt des demografischen Wandels - Eine Herausforderung für Stadt und Land« der Deutschen Gesellschaft für Demographie und dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung, zu der sie nach einem Call-for-Paper-Verfahren eingeladen wurden, um dort ihre Arbeit unter dem Motto »Regional Governance im Kulturbereich« vorzustellen. Der Dezember klang aus mit einem Vortrag am 7. Dezember von Iken Neisener an der PH Ludwigsburg, Studiengang für Kultur- und Medienbildung (Thema: »›älter, bunter, weniger.‹ Der demografische Wandel und die Folgen für die kulturelle Bildung«), und einem Tagesseminar von Patrick S. Föhl am 12. Dezember am Studienzentrum für Kulturmanagement der Universität Basel (Thema: »Kooperationen im Kulturbereich«).

Weitere Informationen zu den Vorträgen von Patrick S. Föhl, Leitder der Forschungsgruppe, finden Sie hier.

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Pressemitteilung: Neuerscheinung: Sammelband »Regionale Kooperationen im Kulturbereich« (24.11.09; Text PF)
Soeben ist der erste Sammelband der Forschungsgruppe »Regional Governance im Kulturbereich« des Studiengangs Kulturarbeit an der Fachhochschule Potsdam im renommierten Bielefelder transcript Verlag erschienen. Die von Patrick S. Föhl, Leiter der Forschungsgruppe, und Iken Neisener, Projektleiterin in der Forschungsgruppe, herausgegebene Anthologie vereinigt zahlreiche theoretische und praxisorientierte Beiträge zum Thema »Regionale Kooperationen im Kulturbereich«.

Eine Pressemitteilung steht hier zum Download bereit.

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»Bürgerschaft und Beteiligung in der Kulturpolitik?« (7.10.09)
Am 9. Oktober 2009 wird Patrick S. Föhl, Leiter der Forschungsgruppe »Regional Governance im Kulturbereich«, im Rahmen des »2. Kulturpolitischer Diskurs Meißen«, einen einführenden Vortrag zum Thema »Bürgerschaft und Beteiligung in der Kulturpolitik?« halten. Neben der Einführung in das Tagungsthema, wird Patrick S. Föhl die Moderation eines Forums zum Thema »Kooperative Demokratie in der Kulturpolitik – zwischen neuen Begriffen und gewachsenen Erfahrungen« übernehmen. Die Tagung findet in der Evangelischen Akademie Meißen statt und wird vom Kultursenat Sachsen und der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V. veranstaltet. Programm.

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Barrierefreiheit gestalten. Interne Planung, Kommunikation und Realisierung (4.10.09)
Am 3. Oktober 2009 referierte Patrick S. Föhl auf der Fachtagung »Die Wege zur Kultur – Barrierefreiheit in Bibliotheken und Museen. Kulturwissenschaftliche Aspekte des Umgangs mit Behinderung« zum Thema »Barrierefreiheit gestalten. Interne Planung, Kommunikation und Realisierung«. Die Tagung wurde von der Herzogin Anna Amalia Bibliothek Weimar und dem Deutschen Hygiene-Museums Dresden ausgerichtet. Der Tagungsflyer findet sich hier. Der Vortrag von Herrn Föhl wird in einem entsprechenden Tagungsband veröffentlicht, der in der Schriftenreihe des Deutschen Hygiene-Museums Dresden erscheinen wird (Böhlau Verlag).

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Kick-Off in Brandenburg an der Havel (24.9.09; Text PF)
Nach der internen Präsentation der geplanten Vorgehensweise zur Erstellung einer »Kulturentwicklungskonzeption« im »Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport« der Stadt Brandenburg an der Havel (am 20. Juli), wurde das Projekt nun am 24. September 2009 der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Rolandsaal des Altstädtischen Rathauses formulierten zunächst Tim Freudenberg, Kulturmanager der Stadt Brandenburg an der Havel, und Dr. Dietlind Tiemann, Oberbürgermeisterin der Stadt Brandenburg an der Havel, ihre Sicht auf die Kultur in Brandenburg und ihre Anforderungen an eine entsprechende Planung. Patrick S. Föhl, Leiter der Forschungsgruppe »Regional Governance im Kulturbereich« des Studiengangs Kulturarbeit, stellte anschließend die Schwerpunkte der Konzeption vor. Auf die einleitenden Vorträge folgte eine ausgiebige und produktive Diskussion mit den ca. 40 Gästen der Auftaktveranstaltung, die bereits die vielfältigen Sichtweisen, Hoffnungen und Wünsche hinsichtlich einer Kulturentwicklung in Brandenburg abbildete.
Indes ist das Projekt bereits in vollem Gange. Bereits seit einigen Wochen arbeitet Frau Stephanie Knitter, freie akademische Mitarbeitern der Forschungsgruppe, an einer Dokumentenanalyse. Ziel ist die detaillierte Beschreibung der Ausgangssituation (z.B. soziodemografische Daten, Kulturlandschaft), um Transparenz herzustellen und eine Grundlage für die weiteren Untersuchungen zu schaffen: Auf dieser Daten- und Analysebasis werden vor allem die Themen »Kultur- und Kreativwirtschaft«, »Qualifizierungsbedarfe«, »Umlandfunktion« und »Vernetzungspotenziale« fokussiert. Dabei wird ein Hauptaugenmerk auf die Aktivierung und Vernetzung aller gesellschaftlichen (Kultur-)Akteure und Einrichtungen aus dem öffentlichen, frei-gemeinnützigen und privaten Sektor gelegt. Die Themen demografischer Wandel, kulturelle Bildung und Kulturtourismus werden in den Untersuchungsschritten und -schwerpunkten »mitbedacht«, da sie Einfluss auf alle Kulturangebote haben bzw. haben sollten.
Das qualitative Fundament für die Erarbeitung des Berichts wird – neben der Dokumentenanalyse – die Durchführung eines Methoden-Mix sein. Hierzu zählen u.a. Experteninterviews, Bürgerforen und Workshops. Die Erstellung des Berichtes hat folglich partizipativen Charakter, da möglichst viele Akteure aus Kultur, Kunst, Verwaltung, Politik und relevanten Querschnittsbereichen in den Prozess integriert werden sollen. Damit wird einerseits sichergestellt, dass spezifisches Wissen und Ideen in das Konzept mit einfließen und anderseits eine Identifikation mit diesem ermöglicht wird. Derzeit stimmt Robert Weidensdorfer, studentischer Mitarbeiter von Herrn Föhl, die ersten Interviewtermine mit ausgewählten Kulturakteuren ab.
Übergreifendes Ziel der Kulturentwicklungskonzeption ist die – wissenschaftlich belastbare – Formulierung von Zielen für die Kultur der Stadt Brandenburg an der Havel für die kommenden fünf bis zehn Jahre und das Aufzeigen von entsprechenden Maßnahmen, um diese zu erreichen. Das Projekt wird gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (75% der Gesamtsumme).

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Grußwort von Prof. Dr. Johanna Wanka. Bildnachweis: www.brandenburg-abc.de

Pressemitteilung: Regionale Kulturkonzeption
für den Regionalen Wachstumskern
Perleberg-Wittenberge-Karstädt präsentiert (23.9.09; Text PF)

Die Forschungsgruppe »Regional Governance im Kulturbereich« des Studiengangs Kulturarbeit der Fachhochschule Potsdam hat nach 12 Monaten intensiver Arbeit am 22. September 2009 vor rund 80 Gästen auf dem Gelände der alten Ölmühle in Wittenberge die Kulturkonzeption für den Regionalen Wachstumskern Perleberg-Wittenberge-Karstädt präsentiert.

Zunächst wurden die Gäste durch Herrn Dr. Oliver Hermann, Bürgermeister der Stadt Wittenberge, begrüßt und in das Projekt eingeführt. Es folgten Grußwörter von Frau Prof. Dr. Johanna Wanka, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, sowie Prof. Dr. Hermann Voesgen, Leiter des Studiengangs Kulturarbeit der Fachhochschule Potsdam. Im Anschluss stellten die beiden Projektleiter und Verfasser der Konzeption, Frau Iken Neisener und Herr Patrick S. Föhl, die zentralen Analyseergebnisse und Handlungsempfehlungen für die Kultur im RWK vor. Die Präsentation wurde sehr positiv aufgenommen und legte den Grundstein für eine rege Diskussion mit den Teilnehmern der Abschlussveranstaltung.

Eine ausführliche Pressemitteilung können Sie hier herunterladen.

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Forschungsgruppe präsentiert eigene Arbeit auf hochkarätiger Fachtagung (17.9.09; Text PF)
Die Forschungsgruppe »Regional Governance im Kulturbereich« ist vergangene Woche in einem Call-for-Paper-Verfahren unter vielen Mitbewerbern ausgewählt worden, die eigene Forschungsarbeit auf der Tagung »Vielfalt des demografischen Wandels - Eine Herausforderung für Stadt und Land« vorzustellen. Die hochkarätige Fachtagung wird von der Deutschen Gesellschaft für Demographie und dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung ausgerichtet. Patrick S. Föhl und Iken Neisener werden am 30. November 2009 zur Fragestellung »Ist Interkommunale Kooperation ein geeignetes Mittel zur Bewältigung des demografischen Wandels?« referieren und das Thema vor allem an ihrem aktuellen Projekt »Kulturkonzept für den Regionalen Wachstumskern Perleberg-Wittenberge-Karstädt« veranschaulichen.
Die Kulturkonzeption hat modelhaften Charakter, da sie bereits in ihrer Strukturiertheit eine interkommunale Kooperation darstellt und in diesem Kontext vor allem darauf ausgerichtet ist, Strategien zum Umgang mit dem demografischen Wandel im Kulturbereich zu entwickeln. Die Projektleiterin und der Projektleiter haben durch die Erarbeitung der Konzeption einen umfassenden Methoden-Mix und umfangreiche Analysen durchgeführt, die sie derzeit zu einem umfassenden Handlungskatalog verdichten. Am 22. September 2009 werden sie ihre Ergebnisse im Beisein der Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Prof. Dr. Johanna Wanka, auf dem Gelände der alten Ölmühle in Wittenberge vorstellen.

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Erwähnung in Kulturentwicklungskonzeption des Landes Brandenburg (20.8.09; Text PF)
Durch die Arbeit der Forschungsgruppe »Regional Governance im Kulturbereich« hat die FH Potsdam positive Erwähnung in der aktuellen Kulturentwicklungskonzeption der Landesregierung Brandenburg (Bericht 2009) gefunden. So heißt es dort (S. 21f.): »Die mit Unterstützung der Fachhochschule (FH) Potsdam entstandene Kulturentwicklungsplanung des Landkreises Potsdam–Mittelmark ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie Kommunen, gestützt auf moderne kulturpolitische Konzepte, mit dem demographischen Wandel umgehen können. Die FH Potsdam setzt dieses Engagement mit weiteren Kommunen fort, so etwa im Auftrag des Regionalen Wachstumskerns Wittenberge, Perleberg und Karstädt.« Diese Zusammenarbeit hat dazu beigetragen, dass »Die Landesregierung [...] die Kommunen und Akteure des Kulturbereiches ermuntert, vergleichbare Verfahren anzuwenden, um die notwendigen Veränderungen im Zusammenhang mit dem demographischen Wandel vorzubereiten. Im Rahmen der Förderung aus Mitteln des ESF unterstützt die Landesregierung zukünftig Kommunen, freie Träger, Künstlerinnen und Künstler sowie kulturwirtschaftliche Unternehmen dabei, regional orientierte Kulturentwicklungsplanungen und sich daraus ergebende Qualifizierungsbedarfe festzustellen. Sie beabsichtigt ferner, in diesem Bereich Modellvorhaben zu fördern, mit deren Hilfe Angebote in den Regionen bedarfsgerecht und der demographischen Entwicklung entsprechend entwickelt werden und damit mittelfristige Perspektiven für die kulturellen und künstlerischen Träger eröffnet werden.« Die Kulturentwicklungskonzeption für die Stadt Brandenburg an der Havel, die durch die Forschungsgruppe erarbeitet wird, ist ebenfalls im geschilderten Kontext entstanden. Über diese Kooperationen mit dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg (MWFK) hinaus, existieren weitere Formen der Zusammenarbeit. So fördert das MWFK eine aktuelle Publikation der Forschungsgruppe und war Kooperationspartner bei der diesjährigen Tagung zum Thema »Kooperative Kulturplanung«. Einen vorläufigen Höhepunkt der Zusammenarbeit wird die offizielle Übergabe der »Kulturkonzeption für den RWK Perleberg-Wittenberge-Karstädt« durch die Projektpartner an die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Prof. Dr. Johanna Wanka, am 22. September 2009 in Wittenberge darstellen.

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Übergabe des Abschlussberichtes an Michael Heber (Kunstverein Temlin, links im Bild) durch Patrick S. Föhl (Leiter der Forschungs- gruppe). Foto: Rainer Langguth

Projektabschluss im Kunstverein Templin (21.7.09; Text PF)
Anfang des Monats haben Patrick S. Föhl und Iken Neisener, Forschungsgruppe »Regional Governance im Kulturbereich« des Studiengangs Kulturarbeit, den wissenschaftlichen Abschlussbericht über das Projekt ›Lebendiges Templin 2010‹ des Kunstvereins Templin (KVT) vorgelegt. Gefördert aus dem »Fonds zur Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements für die Kultur in den neuen Ländern« der Kulturstiftung des Bundes, wurde die Reform des Kunstvereins Templin supervidiert und wissenschaftlich begleitet. Der Verein hat sich im Laufe des Projektes von überkommenen Mustern und Verbindungen gelöst sowie ein erfolgversprechendes Profil entwickelt. Die Zusammenarbeit erstreckte sich über zweieinhalb Jahre. U. a. wurden unter Leitung von Prof. Dr. Hermann Voesgen Experteninterviews, Workshops und zahlreiche Meilensteinsitzungen mit den Mitgliedern des KVT durchgeführt. Am 20. Juli 2009 wurde der 65-seitige Abschlussbericht feierlich den Mitgliedern des Kunstvereins in der Kunstschule in Templin übergeben.

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Neues Projekt der Forschungsgruppe in Brandenburg an der Havel (17.7.09; Text PF)
Im Auftrag der Stadt Brandenburg an der Havel wird Patrick S. Föhl, Leiter der Forschungsgruppe »Regional Governance im Kulturbereich« des Studiengangs Kulturarbeit, eine Kulturentwicklungskonzeption erstellen. Die Schwerpunkte der Konzeption werden die detaillierte Beschreibung der Ausgangssituation, die Entwicklung von Leitlinien und Strategien, die Kulturwirtschaft, Qualifizierungsbedarfe und die Umlandfunktion der Stadt sowie Vernetzungspotenziale darstellen. Dabei wird ein Hauptaugenmerk auf die Aktivierung und Vernetzung aller gesellschaftlichen (Kultur-)Akteure und Einrichtungen aus dem öffentlichen, frei-gemeinnützigen und privaten Sektor gelegt. Grundlage für die Erarbeitung des Berichts wird die Durchführung eines qualitativen und quantitativen Methoden-Mix sein. Die Erstellung des Berichtes hat partizipativen Charakter, da möglichst viele Akteure aus Kultur, Kunst, Verwaltung, Politik und relevanten Querschnittsbereichen in den Prozess integriert werden. Damit wird einerseits sichergestellt, dass möglichst viel spezifisches Wissen und Ideen in das Konzept mit einfließen und anderseits eine größtmögliche Identifikation mit diesem ermöglicht wird. Übergreifendes Ziel der Kulturentwicklungskonzeption ist die – wissenschaftlich belastbare – Entwicklung von Zielen für die Kultur der Stadt Brandenburg an der Havel in den kommenden fünf bis zehn Jahren und dem Aufzeigen von entsprechenden Maßnahmen, um diese zu erreichen. Das Projekt wird gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (75% der Gesamtsumme). Den Startschuss des Projektes bildete am 16. Juli 2009 die Präsentation der geplanten Vorgehensweise durch Patrick S. Föhl im »Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport« der Stadt Brandenburg an der Havel im Kirchenschiff des St. Pauli-Klosters.

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Wittenberge

Die Erstellung der Kulturkonzeption für den RWK Prignitz geht in die heiße Phase (20.5.09; Text PF)
Seit Oktober 2008 arbeitet die Forschungsgruppe »Regional Governance im Kulturbereich« an einer Kulturkonzeption für den Regionalen Wachstumskern Perleberg-Wittenberge-Karstädt. Das besondere ist, dass eine Konzeption für drei Kommunen gleichzeitig entwickelt wird, um gemeinsame Strategien im Kulturbereich und angrenzenden Themen- sowie Arbeitsfeldern zu formulieren. Schwerpunkt bilden mögliche Vernetzungen von Kulturakteuren und -angeboten. Entsprechend groß ist auch der wissenschaftliche Gewinn für die Forschungsgruppe, die hauptsächliche regionale/lokale Kooperationen erforscht. Aber auch die Themen Kulturtourismus, Qualifizierungsbedarfe und aktivierende Kulturpolitik spielen u.a. eine wichtige Rolle. Dabei wurde und wird ein Methoden-Mix durchgeführt, um das Untersuchungsgebiet aus vielfältigen Perspektiven zu untersuchen. Iken Neisener und Patrick S. Föhl, beide Leiter des Projektes, haben hierzu u.a. über 50 Leitfadeninterviews in der Region durchgeführt, zahlreiche Einrichtungen besichtigt und eine große Anzahl an Dokumenten ausgewertet. Am 18. Mai 2009 wurden im Rahmen eines Workshops mit verschiedenen Akteuren aus allen drei Kommunen erste Zwischenergebnisse vorgestellt und darauf aufbauend die kulturelle Entwicklung des RWK diskutiert. Ein weiterer Workshop zum Thema Kooperationen wird im Juni 2009 folgen, ebenso wie eine Befragung aller Haushalte im Landkreis Prignitz zu ihrer Kulturnutzung und entsprechenden Wünschen. Die Befragung wird mit einer Auflage von 50.000 als Beilage des Amtsblattes verteilt werden und soll vor allem Erkenntnisse zur Umlandfunktion des RWK in der Prignitz generieren. Für den Landkreis Prignitz, der mit dem RWK im Rahmen der Befragung kooperiert, sollen allgemeine Tendenzen und Nutzungspräferenzen der Bürger hinsichtlich der Kulturangebote im Landkreis eruiert werden. Nach Abschluss dieser beiden Methoden, werden sich Herr Föhl und Frau Neisener der Konzeptverfassung widmen. Ziel ist es, dass Konzept im September 2009 fertig zustellen und der Öffentlichkeit zu präsentieren.

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Bill Flood zu Gast in der Forschungsgruppe (20.5.09; Text PF)
Vom 8. bis zum 19. Mai 2009 war Bill Flood zu Gast in der Forschungsgruppe »Regional Governance im Kulturbereich«. Die Einladung des Beraters aus Portland, Oregon, USA, der dort ebenfalls zahlreiche Kulturplanungen durchführt und bereits mehrfach Gast am Studiengang Kulturarbeit war, diente dem Austausch hinsichtlich der Erfahrungen bei der Erstellung von Kulturentwicklungsplanungen in den USA und in Deutschland. Bill Flood begleitete Patrick S. Föhl und Iken Neisener bei ihrer Arbeit in der Prignitz (Erstellung einer Kulturkonzeption für den RWK Perleberg-Wittenberge-Karstädt) und war Mitglied des Moderatorenteam eines Workshops am 18. Mai 2009 in Perleberg. Ebenso brachte er während seines gesamten Aufenthaltes wichtige Perspektiven und Ideen in das aktuelle Forschungsprojekt mit ein. Die für alle Beteiligten fruchtbare Zusammenarbeit soll fortgesetzt werden. Wahrscheinlich werden Herr Föhl und Frau Neisener schon bald nach Portland reisen, um Bill Flood bei seinen dortigen Beratungsprojekten zu begleiten.

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Projektabschluss auf der Burg Eisenhardt in Belzig (4.4.09; PF)
Am 3. April 2009 haben Iken Neisener und Patrick S. Föhl, Forschungsgruppe »Regional Governance im Kulturbereich« des Studiengangs Kulturarbeit, ihre Expertise zu den Potenzialen einer Dachmarketingstrategie aller Akteure auf der Burg »Eisenhardt« im Rahmen einer Abschlussdiskussion abgeschlossen. Auf der mittelalterlichen Burg wurde mit den Initiatoren der »Initiative Burg Eisenhardt« auf Grundlage der 54-seitigen Expertise darüber diskutiert, wie sie zukünftig ihr Profil schärfen und damit das Image der Burg als Kulturstandort in Hinblick auf kulturelle und touristische Besucherpotenziale in der Region stärken können. Grundlage hierfür soll zunächst die Etablierung einer strategischen Werbegemeinschaft sein. Langfristig könnte unter bestimmten Voraussetzungen (u.a. gemeinsame Philosophie, enge Abstimmung) eine Dachmarke angestrebt werden. Ebenso wurde von Frau Neisener und Herrn Föhl die Notwendigkeit einer engeren Zusammenarbeit zwischen der »Initiative Burg Eisenhardt« und der Stadt Belzig, Eigentümerin der Burg, konstatiert, um eine gemeinsame und abstimmte Standortentwicklung voranzutreiben.

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Tagung »Kooperative Kulturplanung« sehr gut besucht (8.2.09; Text PF)
Am 6. Februar 2009 fand in Potsdam eine Tagung der Forschungsgruppe »Regional Governance im Kulturbereich« zum Thema »Kooperative Kulturplanung« mit über 120 Teilnehmern statt. Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg und von Kulturland Brandenburg e.V. durchgeführt. Das rege Interesse von Teilnehmern aus der Kulturpolitik und -verwaltung, Tourismus und Kulturwirtschaft sowie von Kunst- und Kulturschaffenden unterstrich die Aktualität der Thematik.
Experten aus unterschiedlichen Feldern der Kulturarbeit und Kulturpolitik diskutierten am Beispiel des Landes Brandenburg die Chancen und Grenzen einer kooperativen Kulturplanung. Die Vorträge der Tagung werden in einem Tagungsband (pdf-Version) dokumentiert und auf dieser Seite veröffentlicht.
Weitere Informationen zur Tagung finden Sie hier.

Kommentar von Patrick S. Föhl, Leiter der Forschungsgruppe »Regional Governance im Kulturbereich«, im Rahmen der Tagung:
»Aufgrund der gesamtgesellschaftlichen Veränderungen werden neben vorhandene Formen der staatlichen Regulierung und Steuerung, neue Aushandlungsprozesse mit vielfältigen gesellschaftlichen Akteursgruppen und Einrichtungen treten. Diese werden separat und gemeinsam mit den staatlichen Vertretern neue kooperative Arrangements bilden beziehungsweise initiieren, um Ressourcen, Wissen und Fähigkeiten in gemeinsame Projekte einzubringen oder auszutauschen. Denn im Vergleich zu einer individuellen Vorgehensweise bestehen bei Kooperationen häufig größere Chancen auf eine Zielerreichung. Die unterschiedlichen Kooperationen, von partizipativen Entscheidungsprozessen bis hin zu tiefgreifenden Kooperationsprojekten, bedürfen – natürlich abhängig von ihrer Intensität – einer geeigneten Strukturierung und ergebnisorientierten Lenkung sowie einer Reflexion, ob sie jeweils überhaupt sinnvoll sind. Kooperationen erhöhen die Komplexität der Arbeit, da verschiedene Systeme und Denkweisen aufeinander treffen und die Zusammenarbeit ansich koordiniert werden muss. Das gilt insbesondere für sektoren- und/oder spartenübergreifende Kooperationen. Gemeinsam unterstreichen diese Faktoren – auch hier wieder abhängig von der Intensität der Kooperation und ihrer spezifischen Entwicklungsgeschichte – die Notwendigkeit einer kooperativen Planung und/oder der koordinierten Planung einer konkreten Kooperation.«
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Patrick S. Föhl ständiger Gastdozent am SKM Basel (1.2.09; Text: PF)
Patrick S. Föhl, Leiter der Forschungsgruppe »Regional Governance im Kulturbereich«, wird am 28. Februar 2009 ein ganztägiges Blockseminar zu seinem zentralen Forschungs- und Arbeitsgebiet »Kooperationen im Kulturbetrieb« am Studienzentrum für Kulturmanagement der Universität Basel durchführen. Er ist dort seit 2006 ständiger Gastdozent und unterrichtet zum fünften Mal die dortigen Masterstudenten.
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Auftaktveranstaltung im »Deutschen Kaiser« in Perleberg (20.1.2009; Text PF)
Am 19. Januar 2009 haben Patrick S. Föhl und Iken Neisener, Forschungsgruppe »Regional Governance im Kulturbereich«, gemeinsam mit den Bürgermeistern der Städte Perleberg und Wittenberge sowie der Gemeinde Karstädt, eine Auftaktveranstaltung zur »Kulturkonzeption für den Regionalen Wachstumskern Perleberg–Wittenberge–Karstädt« abgehalten. Eingebettet in ein kulturelles Rahmenprogramm präsentierten sie die Vorgehensweise und die Ziele der Kulturkonzeption vor rund 80 Gästen und zahlreichen Pressevertretern im Festsaal des »Deutschen Kaisers« in Perleberg. Besonders hervorgehoben wurde die Besonderheit dieses Projektes, eine kulturelle Planung für drei Kommunen vorzunehmen, um eine zielorientierte Koordination und Kooperation im Kulturbereich zu ermöglichen. Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.
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Soziokulturelle Zentren in Polen im 21. Jahrhundert: wertvolles Gut oder unzeitgemäße Kulturarbeit? (15.12.2008; Text PF)
Die gut 3.500 soziokulturellen Zentren Polens stehen angesichts der gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen vor einer großen Umbruchsphase. Im Kontext dieser Entwicklungen arbeitet derzeit – auf Initiative des »Ministeriums für Kultur und nationales Erbe der Republik Polen« – ein Expertenteam an einem Gutachten zur Reformierung und strategischen Positionierung soziokultureller Zentren in Polen. Bislang wurden zahlreiche Untersuchungen durchgeführt, sodass bereits erste Reformmodelle vorliegen. Die Expertengruppe, die sich vorwiegend aus Mitarbeitern der Universität Adam Mickiewicz in Poznan zusammensetzt, hat Patrick S. Föhl, Leiter der Forschungsgruppe »Regional Governance im Kulturbereich«, beauftragt, eine flankierende Expertise zu erstellen, um die Situation und die Reformansätze für polnische soziokulturelle Zentren mit denen in Deutschland zu vergleichen. Erste Ergebnisse wird Patrick S. Föhl bereits am 15. Dezember 2008 in Poznan präsentieren und auch im kommenden Jahr mit der Expertengruppe zusammenarbeiten.
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Erfolgreiche Abschlusspräsentation im Moerser Kulturausschuss (27.11.2008; Text PF)
Am 26.11.2008 hat Uwe Hanf, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Studiengangs Kulturarbeit, das »Gutachten zur Umstruktutierung des Grafschafter Museums in Moers. Schwerpunkt: Zukünftige Rechtsform« im Kultur- und Betriebsausschuss der Stadt Moers vorgestellt. Das Gutachten setzt sich besonders intensiv mit der Frage auseinander, ob das Museum langfristig in eine Stiftung umgewandelt werden kann und welche Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen.
Die Empfehlungen des Projektleiters der Studie wurden von den Ausschussmitgliedern positiv aufgenommen. Sie bilden ab sofort die Entscheidungsgrundlage für einen möglichen Rechtsformwechsel des Grafschafter Museums, über den im kommenden Jahr entschieden werden muss. Damit findet ein weiteres Projekt der Forschungsgruppe »Regional Governance im Kulturbereich« einen erfolgreichen Abschluss.
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Wissenschaftliche Mitarbeiter der Forschungsgruppe »Regional Governance im Kulturbereich« halten verschiedene Vorträge (08.11.2008; Text PF)
Iken Neisener wird am 1. Dezember 2008 auf Einladung des Studiengangs für Kultur- und Medienbildung an der PH Ludwigsburg einen Vortrag zum Thema »Demografischer Wandel und kulturelle Bildung« halten. Sie wird Ergebnisse aus ihrer Forschungstätigkeit zu diesem Themenbereich aus den letzten drei Jahren präsentieren. Weitere Informationen.
Patrick S. Föhl ist im November und Dezember als Vortragender unterwegs. Am 10.11.2008 hält er auf Einladung des Landesverbandes der Museen in Berlin und der Senatskanzlei für kulturelle Angelegenheiten des Landes Berlin den Eröffnungsvortrag zum Workshop »Museum für alle« im Deutschen Technikmuseum. Sein Vortrag »Barrierefreiheit als Qualitätsmerkmal« fasst wichtige Aspekte seines Buches »Das barrierefreie Museum« zusammen, dass er letztes Jahr als Mitherausgeber und Autor zahlreicher Beiträge veröffentlicht hat. Zudem wird er am 5.12.2008 einen halbtägigen Lehrauftrag am Masterstudiengang Betriebswirtschaft und Kultur-, Freizeit- und Sportmanagement an der Reinhold-Würth-Hochschule der Hochschule Heilbronn in Künzelsau zu seinem primären Forschungsgebiet »Fusionen und Kooperationen im Kulturbereich« durchführen.
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Start eines weiteren Projektes der Forschungsgruppe auf der Burg Belzig (16.10.2008; Text PF)
Im Auftrag der »Initiative Burg Eisenhardt« in Belzig, werden Iken Neisener und Patrick S. Föhl, wissenschaftliche Mitarbeiter der Forschungsgruppe »Regional Governance im Kulturbereich« des Studiengangs Kulturarbeit, eine Expertise zu den Potenzialen einer Dachmarketingstrategie aller Akteure auf der Burg »Eisenhardt« erstellen. Die mittelalterliche Burg wurde in den vergangenen Jahren saniert. Unter der »Initiative Burg Eisenhardt« haben sich sehr unterschiedliche Akteure mit kulturellen und touristischen Angeboten zusammengeschlossen (u.a. Museum, Bibliothek, Souvenirladen, Kunstverein, Musikworkshop, Theater, Hotel). Die Initiative möchte zukünftig den Standort »Burg Eisenhardt« in seinem Profil schärfen und damit das Image in Hinblick auf kulturelle und touristische Besucherpotenziale in der Region stärken. In diesem Zusammenhang sollen die möglichen Potenziale einer gemeinsamen Dachmarketingstrategie erforscht werden. Die Forschungsgruppe wird hierzu verschiedene Analysen und Experteninterviews durchführen. Das Projekt wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert und Anfang 2009 abgeschlossen.
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Neues Projekt der Forschungsgruppe in der Prignitz (7.10.08; Text PF)
Im Auftrag der Städte Perleberg und Wittenberge sowie der Gemeinde Karstädt und mit Unterstützung der Landesagentur für Struktur und Arbeit Brandenburg GmbH in Kooperation mit dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, werden Iken Neisener und Patrick S. Föhl, wissenschaftliche Mitarbeiter der Forschungsgruppe »Regional Governance im Kulturbereich« des Studiengangs Kulturarbeit, eine Kulturkonzeption erstellen. Der Schwerpunkt der Konzeption zur Positionierung des Regionalen Wachstumskerns Perleberg-Wittenberge-Karstädt im Kulturbereich wird auf der Erarbeitung und Beschreibung zukünftiger kooperativer Strukturen sowie einer effizienten und besucherorientierten Aufgabenwahrnehmung liegen. Dabei wird ein Hauptaugenmerk auf die Aktivierung und Vernetzung aller gesellschaftlichen Akteure und Einrichtungen aus dem öffentlichen, frei-gemeinnützigen und privaten Sektor gelegt. Darüber hinaus werden ressortübergreifend die Handlungsfelder »Freizeit und Tourismus«, »Stadtentwicklung« und »Qualifizierungsbedarf« in Bezug zum Kulturbereich bearbeitet. Grundlage für die Erarbeitung des Berichts wird die Durchführung eines qualitativen und quantitativen Methoden-Mix sein.
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Neues Projekt der Forschungsgruppe »Regional Governance im Kulturbereich« (26.8.08; Text PF)
Im Auftrag der Gemeinde Kleinmachnow werden Patrick S. Föhl und Iken Neisener, wissenschaftliche Mitarbeiter der Forschungsgruppe »Regional Governance im Kulturbereich« des Studiengangs Kulturarbeit, die externe Begleitung bei der Erarbeitung einer Kulturentwicklungskonzeption für die Gemeinde Kleinmachnow übernehmen. Die Kulturentwicklungskonzeption soll primär von den Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung erstellt werden. Die Kulturschaffenden der Gemeinde und weitere Stakeholder des Kulturlebens in Kleinmachnow werden ebenfalls in den Prozess eingebunden (u.a. Experteninterviews, Workshops, quantitative Bürgerbefragung). Die Forschungsgruppe wird vor allem für konzeptionelle und methodische Fragen sowie einzelne Arbeitsschritte hinzugezogen. Die Kulturentwicklungskonzeption soll bis April/Mai 2009 realisiert werden. Für die Forschungsgruppe ist das Projekt – im Kontext des Untersuchungsschwerpunktes »regionale Kooperationen« – von besonderem Interesse, da es sich – perspektivisch – im Kontext einer potenziellen/strategischen regionalen Kulturentwicklungskonzeption für die Kommunen Kleinmachnow, Teltow und Stahnsdorf bewegt.
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Museumsentwicklungskonzeption für die Museen im Kreis Euskirchen abgeschlossen (30.6.08; Text PF)
Die Forschungsgruppe »Regional Governance im Kulturbereich« des Studiengangs Kulturarbeit der Fachhochschule Potsdam hat nach 17 Monaten intensiver Arbeit ihr bislang größtes Forschungs- und Begleitungsprojekt abgeschlossen. In ausführlichen Gesprächen mit den Auftraggebern, dem Landschaftsverband Rheinland und dem Kreis Euskirchen, zur »Museumsentwicklungskonzeption für die Museen im Kreis Euskirchen« im Kreishaus Euskirchen, wurde ein Rückblick auf den Prozess und die Ergebnisse geworfen sowie die Perspektiven der Museumsregion Euskirchen diskutiert. Dafür waren die beiden Projektleiter und Verfasser der Studie, Patrick S. Föhl und Iken Neisener, vergangene Woche in das südlich von Köln gelegene Euskirchen gereist. Von Seiten der Auftraggeber waren u.a. Manfred Poth, der allgemeine Vertreter des Landrates des Kreises Euskirchen, Dr. Hartmut John, Leiter der Abteilung Museumsberatung des Landschaftsverbandes Rheinland und Dr. Norbert Kühn, Leiter des Rheinischen Archiv- und Museumsamtes des Landschaftsverbandes Rheinland, anwesend. Zudem nahm Angela Braun-Kampschulte, Ministerialrätin für Regionale Kulturpolitik, als Vertreterin der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen an den Abschlussgesprächen teil.

Die Studie wurde im Februar 2007 in Auftrag gegeben. Ziel war die Erarbeitung einer Museumsentwicklungskonzeption für die Museen im Kreis Euskirchen (öffentliche, frei-gemeinnützige und privat geführte Museen und museumsähnliche Einrichtungen) auf der Grundlage wissenschaftlicher Standards und unter Berücksichtigung aktueller Herausforderungen in der Museumslandschaft. Dazu zählen u.a. der demographische Wandel, ebenso wie die Stagnation oder die Abnahme von öffentlichen Fördermitteln und die Schwierigkeiten bei der Gewinnung von ehrenamtlichen Mitarbeitern. Mittels verschiedener qualitativer und quantitativer Forschungsmethoden wurden auf Grundlage einer ausführlichen Bestandsaufnahme Einzelempfehlungen für die Museen erarbeitet, ebenso wie für die gesamte – sehr heterogene – Museumslandschaft des Kreises. Dazu wurden u.a. alle 31 musealen und museumsähnlichen Einrichtungen besucht und die Leiter mittels Experteninterviews, Workshops und Fragebogenaktionen in die Untersuchung einbezogen. Das zentrale, übergreifende Themenspektrum bildete die Erforschung und Auslotung von Kooperationspotenzialen zwischen den Museen und mit anderen Partnern, wie z.B. Freizeit- und Bildungseinrichtungen. Das Forschungsgutachten gliedert sich in zwei Teile (Konzept und individuelle Bestandsaufnahmen) und umfasst insgesamt 356 Seiten.

Auf Grundlage der empirischen Untersuchungen konnten acht zentrale Handlungsbereiche für die gesamte Museumsregion Euskirchen herausgearbeitet werden:

  • Strategische Ausrichtung
  • Spezialisierung / thematische Schwerpunkte
  • Qualitätsstandards für Museen
  • Kooperationen
  • »Vogelsang ip« und die Museumsregion Euskirchen
  • Bürgerschaftliches Engagement
  • Demographischer Wandel und Barrierefreiheit
  • Kulturtourismus

Diese Handlungsfelder wurden in den Abschlussgesprächen ausführlich diskutiert. Dabei wurde ein besonderer Schwerpunkt auf mögliche Kooperationsstrukturen gelegt, der für alle Anwesenden die wichtigste Grundlage für die Weiterentwicklung und Festigung der Museumslandschaft Euskirchen darstellt. Die Auftraggeber waren sich zudem einig, dass die Museumsentwicklungskonzeption eine wesentliche Handlungsgrundlage für die zukünftige Museums- bzw. Kulturpolitik des Kreises darstellen wird, ebenso wie für die Museen selbst. Die nächsten Monate sollen nun genutzt werden, um mit allen Beteiligten über die Möglichkeiten der Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen zu diskutieren. Im Herbst 2008 sind dann erste konkrete Vorschläge zu erwarten.

Darüber hinaus soll die Konzeption weiteren Kreisen und Akteuren zugänglich gemacht werden, weist sie doch exemplarischen Charakter für viele Museumsregionen auf. Zudem folgt die Studie, für die bislang kaum vergleichbare Beispiele in Deutschland vorliegen, den jüngsten Ausführungen der Enquete-Kommission »Kultur in Deutschland« des Deutschen Bundestages, die sich an Länder und Kommunen richten und die eine Erarbeitung regionaler Museumsstrukturpläne empfehlen.

Die Projektleiter Patrick S. Föhl (wiss. Mitarbeiter) und Iken Neisener (wiss. Mitarbeiterin) werden die Ergebnisse – insbesondere in Hinblick auf Ihren Forschungsschwerpunkt »regionale Kooperationen« – im Rahmen der Forschungsgruppe »Regional Governance im Kulturbereich« und im Kontext einer anwendungsorientierten Forschung weiter auswerten. So wird nächstes Jahr u.a. ein Sammelband zum Thema »Regionale Kooperationen im Kulturbereich« im renommierten transcript-Verlag in Bielefeld erscheinen.
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Kulturkonzept für die Stadt Teltow zeigt Wirkung (4.3.08; Text PF)
Das von der Forschungsgruppe »Regional Governance im Kulturbereich« im letzten Jahr erarbeitete »Kulturkonzept für die Stadt Teltow« zeigt bereits wenige Monate nach Projektabschluss große Wirkung. Auf Grundlage und Empfehlung des von Iken Neisener (wiss. Mitarbeiterin) und Patrick S. Föhl (wiss. Mitarbeiter und Gründer der Forschungsgruppe) verfassten Gutachtens, soll ein Kulturkoordinator für die Stadt Teltow eingestellt werden. Dafür hat sich der Finanz- und Wirtschaftsförderausschuss einstimmig ausgesprochen. Der Ausschuss ist dem Gutachten sogar dahingehend gefolgt, dass ein Kulturmanager mit Fachhochschulabschluss eingestellt werden soll. Ein beachtlicher Schritt, angesichts der angespannten Haushaltslage der Kommunen und ein Zeichen, welchen Stellenwert Kultur in Teltow in Zukunft beigemessen werden soll. Die Aufgabenbeschreibung des künftigen Kulturkoordinators richtet sich ebenfalls nach den Empfehlungen des Kulturkonzeptes. So wird sich der Koordinator u.a. um die Bespielung des neuen Bürgersaals kümmern und die Koordination der kulturellen Angebote mit den Nachbargemeinden übernehmen. Die Stadtverordneten müssen diesem Antrag nur noch am 12. März 2008 zustimmen, dann wird die Stelle umgehend ausgeschrieben.

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Bericht über die Forschungsgruppe im FHP-Newsletter

Auszug_FG_RegGov_FHP_News.pdf

69 K

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Projektstart im Grafschafter Museum Moers (10.12.07; Text PF)
Am 10. Dezember 2007 war das Team der Forschungsgruppe »Regional Governance im Kulturbereich« des Studiengangs Kulturarbeit in Moers, um ein neues Projekt zu etablieren. Dazu wurden u.a. erste Gespräche mit der Museumsleiterin, Frau Diana Finkele, geführt. Uwe Hanf, Patrick S. Föhl und Iken Neisener werden in den nächsten neun Monaten eine Untersuchung der organisatorisch-rechtlichen Umstrukturierung des seit 1908 bestehenden Grafschafter Museums durchführen. Darüber hinaus werden auch strategische Leitlinien und operative Handlungskonzepte für professionelles Management, publikumsattraktive Angebotspolitik, die Gewinnung strategischer Museumspartner und die strukturelle Verringerung des öffentlichen Zuschussbedarfs im Rahmen der Analyse entwickelt. Das Projekt wird im Auftrag der Stadt Moers durchgeführt und wird von der Sozial- und Kulturstiftung des Landschaftsverbandes Rheinland finanziert. Im Frühjahr 2008 wird das Team erneut an den Niederrhein fahren, um vertiefende Experteninterviews mit den zentralen Akteuren und Stakeholdern des Museums durchzuführen.

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Workshop auf der ehemaligen Ordensburg Vogelsang im Kreis Euskirchen (30.11.07; Text PF)
Die Forschungsgruppe »Regional Governance im Kulturbereich« hat am 30.11.2007 die Zwischenergebnisse ihrer »Museumsentwicklungskonzeption für die Museen im Kreis Euskirchen« vorgestellt. Nach einer Präsentation von den Projektleitern und Verfassern der Studie, Patrick S. Föhl (wiss. Mitarbeiter und Gründer der Forschungsgruppe) und Iken Neisener (wiss. Mitarbeiterin) vor den Museumsleitern, wurden Werkstattgespräche zu den Themen »Ziele«, »Strategien« und »Kooperationen« durchgeführt. Die Moderatoren waren Uwe Hanf (wiss. Mitarbeiter des Studiengangs, »Kultur und Management«) und Prof. Dr. Hermann Voesgen, Studiengangsleiter.
Der Workshop ist Bestandteil eines Methodenmix, der zur Erstellung der Konzeption durchgeführt wird. Fragestellung der Untersuchung ist, wie vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen im Museumsbetrieb (z.B. Konkurrenz auf dem Freizeitmarkt, stagnierende/abnehmende öffentliche Förderung, Auswirkungen des demographischen Wandel) die Zukunft der 31 musealen und museumsähnlichen Einrichtungen im Kreis Euskirchen gesichert werden kann. Dazu zählen z.B. Strategien für eine bessere Zusammenarbeit zwischen den Museen und für die Gewinnung ehrenamtlicher Mitarbeiter.
Der Workshop wurde auf der ehemaligen Ordensburg Vogelsang der Nationalsozialisten durchgeführt, die sich derzeit in einem Konversionsprozess befindet und einer zivilen/kulturellen Nutzung zugeführt wird. Da auf Vogelsang drei Ausstellungen geplant sind, wird der Standort in Zukunft auch eine wichtige Rolle als möglicher Knotenpunkt für die Euskirchener/Eifeler Museumslandschaft spielen. Die Konzeption wurde vom Kreis Euskirchen und dem Rheinischen Archiv- und Museumsamt des Landschaftsverbandes Rheinland in Auftrag gegeben und soll exemplarischen Charakter für ähnlich strukturierte Kreise im Rheinland haben.
Das Gutachten wird bis März 2008 fertig gestellt.

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Kulturkonzept für die Stadt Teltow erfolgreich vorgestellt (26.11.07; Text PF)
Die Forschungsgruppe »Regional Governance im Kulturbereich« hat am 26.11.2007 mit der Abschlusspräsentation eines »Kulturkonzeptes für die Stadt Teltow« im dortigen »Ausschuss für Schule, Kultur, Sport und Soziales« ihr erstes großes Forschungsprojekt abgeschlossen.
Das in den letzten Monaten von Iken Neisener (wiss. Mitarbeiterin) und Patrick S. Föhl (wiss. Mitarbeiter und Gründer der Forschungsgruppe) verfasste Gutachten wird die zukünftige Grundlage für das kulturpolitische Handeln in der Stadt darstellen und wurde von allen Beteiligten als Meilenstein in der Teltower Kulturpolitik bezeichnet. Neben der Sichtbarmachung des vielfältigen Kulturangebotes, wurden in dem 158-seitigen Werk viele Empfehlungen formuliert, wie das vorhandene Potenzial in der Stadt noch stärker aktiviert und strategisch ausgerichtet werden kann. Die Gutachter betonten die große Dynamik im Teltower Kulturbereich, die ihnen in zahlreichen Besichtigungen und Experteninterviews ein stetiger Begleiter war. Dass das Kulturkonzept nicht in der Schublade des Bürgermeisters verschwinden wird, beweist die noch am selben Abend auf Grundlage des Gutachtens formulierte Forderung des Ausschusses, 1,5 Stellen für die Koordination des neuen Bürgersaals bereitzustellen. Das Projekt kann somit schon jetzt als Erfolg gewertet werden.
Das Wissenschaftlerteam ist inzwischen auf dem Weg nach NRW, um dort den Zwischenstand eines weiteren Forschungsprojektes für die Museen im Kreis Euskirchen zu präsentieren.

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Neuerscheinung »Das barrierefreie Museum« (30.9.07)
Patrick S. Föhl, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Forschungsgruppe »Regional Governance im Kulturbereich« des Studiengangs Kulturarbeit, hat im August 2007 ein neues Buch veröffentlicht: Patrick S. Föhl, Stefanie Erdrich, Hartmut John, Karin Maaß (Hg.): Das barrierefreie Museum - Theorie und Praxis einer besseren Zugänglichkeit. Ein Handbuch, Bielefeld 2007,
518 S. Weitere Informationen.