Herzlich Willkommen
auf den Seiten der Forschungsgruppe »Regional Governance im Kulturbereich« des Studiengangs Kulturarbeit an der Fachhochschule Potsdam. Auf diesen Seiten finden Sie Informationen zu den Inhalten, zur Arbeit und zu den Akteuren der Forschungsgruppe. Desweiteren können Sie sich einen Einblick in abgeschlossene und laufende Projekte verschaffen. Für weitere Informationen finden Sie bitte hier unsere Kontaktdaten.
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- Dr. Patrick S. Föhl, Vortrag Konferenz Hanoi © Goethe-Institut Hanoi 2011.
Von Potsdam nach Hanoi
Am 15. und 16. Dezember fand in Hanoi eine internationale Konferenz zum Thema »Kulturpolitik und Kulturmanagement« statt. Diese wurde organisiert vom Goethe-Institut in Zusammenarbeit mit dem Kulturministerium MoCST sowie unter Beteiligung von Institut Francais – L’Espace und British Council.
Dr. Patrick Föhl, Leiter der Forschungsgruppe »Regional Governance im Kulturbereich« war einer der TeilnehmerInnen und hielt einen Vortrag zum Thema »Public and private cultural funding. Challenges, options and new partnerships – Comments from a German perspective«.
Welche Modelle gibt es, um seitens des Staates kulturelle Aktivitäten zu fördern und eine kulturelle Infrastruktur aufzubauen, die allen Bürgern offen steht und zur Lebensqualität in den großen Städten beiträgt? Wie können private Sponsoren für – möglichst längerfristige – Investitionen im Kulturbereich gewonnen werden und welche Möglichkeiten öffentlich-privater Partnerschaft haben sich bereits bewährt? Referenten aus Frankreich, Großbritannien und Deutschland beantworteten diese Fragen jeweils aus ihrer Perspektive, dazu wurden Vergleiche mit Vietnam und mit anderen asiatischen Ländern gezogen und Förderprogramme der EU zur kulturellen Kooperation vorgestellt. Vietnamesische und europäische Experten diskutierten über Erfolgsfaktoren für zukunftsweisende Kulturpolitik, die für Vietnams dynamische Entwicklung interessant sein könnten.
Weitere Informationen finden sich auf folgender Website: www.goethe.de/ins/vn/han/acv/pok/2011/enindex.htm
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- Fontane-Denkmal im herbstlichen Neuruppin; © Dr. P. Föhl
Kulturentwicklungskonzeption für die Fontanestadt Neuruppin vorgestellt
»Die Fontanestadt Neuruppin ermöglicht die freie Entfaltung kultureller und künstlerischer Kräfte. Dabei setzt sie einen Schwerpunkt auf den Erhalt sowie die zeitgemäße Vermittlung und künstlerische Auseinandersetzung mit ihrem kulturellen Erbe.«
Das ist eines von sieben kulturpolitischen Leitzielen der »Kulturentwicklungskonzeption für die Fontanestadt Neuruppin«, welches die Forschungsgruppe »Regional Governance im Kulturbereich« des Studiengangs Kulturarbeit der Fachhochschule Potsdam nach 13 Monaten intensiver Arbeit am 18. Oktober 2011 vor dem Schul,- Kultur- und Sozialausschuss der Stadt präsentiert hat. Dr. Patrick S. Föhl, Projektleiter der Studie sowie Leiter der Forschungsgruppe, und Robert Weidensdorfer, stellv. Projektleiter, stellten die zentralen Analyseergebnisse und Handlungsempfehlungen der Konzeption vor.
Die Studie wurde im September 2010 von der Fontanestadt Neuruppin in Auftrag gegeben und zu 75% durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert. Der städtische Kulturmanager der Fontanestadt Neuruppin, Mario Zetzsche, war maßgeblich an der Initiierung und Erstellung der Kulturentwicklungskonzeption beteiligt.
Die Konzeption wurde unter Berücksichtigung aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen durchgeführt. Dazu zählen u.a. der demografische Wandel, ebenso wie die Stagnation oder die Abnahme von öffentlichen Fördermitteln und zunehmende Individualisierungsprozesse in der Gesellschaft. Grundlage der Kulturentwicklungskonzeption stellen umfangreiche Untersuchungen dar. Hierzu zählen u.a. die Besichtigung zahlreicher Kultureinrichtungen und Interviews mit ausgewählten Akteuren aus Kultur, Politik sowie Qurschnittsbereichen. Darüber hinaus wurden Workshops veranstaltet und Gruppeninterviews durchgeführt. Insgesamt kam eine große Anzahl partizipativer Methoden zum Einsatz um möglichst viele Akteure in die Erstellung der Konzeption aktiv einzubinden.
Folgende Schwerpunkte wurden im Rahmen der Kulturentwicklung
- Kulturpolitik, Kulturverwaltung und Kulturfinanzierung
- Bürgerschaftliches Engagement
- Lokale Vernetzung und Kooperation
- Umlandfunktion
- Kulturtourismus
- Kulturelle Bildung
Qualifizierung und Beschäftigung / Kulturwirtschaft.Aus diesen Schwerpunkten wurden – neben übergeordneten kulturpolitischen Leitlinien und Leitzielen – eine Fülle an konkreten Handlungsempfehlungen abgeleitet, die sich mit den spezifischen Bedingungen im Kulturbereich der Fontanestadt befassen. Hierzu zählen u.a. die Konzentration auf die Themen kulturelle Bildung und Kulturtourismus, die Entwicklung eines geschlossenen Vermarktungsansatzes der Kulturangebote zu Theodor Fontane, die Etablierung des frisch sanierten »Alten Gymnasiums« als Zentrum der kulturellen Bildung sowie die Einführung von Zielvereinbarungen mit den öffentlichen Neuruppiner Kultureinrichtungen.
Die Konzeption wird ab sofort die Grundlage für eine nachhaltige und strategische Entwicklung der Neuruppiner Kulturlandschaft darstellen und folgt damit einer langen Tradition von Kulturentwicklungsplanungsansätzen im Land Brandenburg. Sie ermöglicht die Fokussierung auf besonders bedeutsame Themen der Neuruppiner Kultur und eine ziel- sowie gesellschaftsorientierte Kulturarbeit. Ein Lenkungskreis, der sich aus Kulturschaffenden, dem Sachgebietsleiters für Kultur und Sport, Akteuren aus Querschnittsbereichen und Bürgern zusammensetzen soll, wird – so der Vorschlag von Dr. Föhl – die Realisierung und Weiterqualifizierung der Kulturentwicklungskonzeption begleiten und als Empfehlungsgremium für den Schul,- Kultur- und Sozialausschuss fungieren. Am 25. Oktober 2011 wird die Kulturentwicklungskonzeption in einem öffentlichen Forum im Alten Gymnasium nochmals vorgestellt und diskutiert.
Auf folgender Website können die Bände I (Materialband) und II (Abschlussbericht) sowie eine Zusammenfassung der Kulturentwicklungskonzeption heruntergeladen werden: http://www.neuruppin.de/de/tourismus-kultur/kultur/kulturentwicklungs-konzeption.html
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Nachhaltige Entwicklung – auch ein Thema für Kulturpolitik, Kulturmanagement und Kulturarbeit
Anfang September 2011 ist anlässlich des sechzigsten Geburtstages von Armin Klein – Professor am Institut für Kulturmanagement der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg – die Festschrift »Nachhaltige Entwicklung in Kulturmanagement und Kulturpolitik« beim VS Verlag für Sozialwissenschaften erschienen.
»Grundorientierung Zukunft« lautet das Leitbild des Sammelbandes, der von Patrick S. Föhl (FH Potsdam / Netzwerk für Kulturberatung), Patrick Glogner-Pilz (PH Ludwigsburg), Yvonne Pröbstle (PH Ludwigsburg) und Markus Lutz (Deutsche Oper Berlin) herausgegeben wurde. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass die »Nachhaltigkeitsdiskussion« – obgleich in vielen gesellschaftlichen Bereichen schon eine Selbstverständlichkeit – für den Kulturbetrieb erst noch entdeckt werden muss.
Dementsprechend widmen sich die Herausgeber und namhafte Autoren zunächst den theoretischen Grundlagen des Begriffs »Nachhaltigkeit« und seiner Bedeutung für Kulturmanagement und Kulturpolitik. Darauf aufbauend werden strategische Perspektiven für eine nachhaltige Entwicklung des Kulturbetriebs anhand ausgewählter Bereiche – wie zum Beispiel Besucherorientierung, Kulturfinanzierung und Evaluation – aufgezeigt und diskutiert. Aufgrund der Komplexität der Thematik ist der Sammelband als Denk- und Diskussionsimpuls zu verstehen, der hoffentlich zu weiteren Auseinandersetzungen mit diesem Thema im Kulturbereich anregt.
Das Thema »Nachhaltige Entwicklung« ist auch zentraler Orientierungspunkt verschiedener Aktivitäten des Studiengangs Kulturarbeit. So konzentriert sich Hermann Voesgen, Professor für Kulturarbeit und Projektmanagement, im Rahmen des Innovationskollegs »Stadt-Klima-Potsdam« der FH Potsdam zurzeit auf das Problem des Klimawandels und dessen Konsequenzen für die Kultur. In Kürze wird von ihm ein Beitrag zu diesem Thema im Jahrbuch für Kulturmanagement 2011 erscheinen. Patrick S. Föhl, Leiter der Forschungsgruppe »Regional Governance im Kulturbereich« am Studiengang Kulturarbeit, und Mit-Herausgeber des oben genannten Sammelbandes, hat sich mit Nachhaltiger Entwicklung bereits mehrfach im Zusammenhang verschiedener Kulturentwicklungsplanungen für Kommunen und Regionen auseinandergesetzt.
Buchinformation
Titel: Nachhaltige Entwicklung in Kulturmanagement und Kulturpolitik. Ausgewählte Grundlagen und strategische Perspektiven
Herausgeber: Patrick S. Föhl, Patrick Glogner-Pilz, Yvonne Pröbstle, Markus Lutz
Autoren: Hans Buchheim, Wolfgang Ferchl, Patrick S. Föhl, Simon A. Frank, Patrick Glogner-Pilz, Katharina Harres, Dieter Haselbach, Rolf Keller, Markus Lutz, Birgit Mandel, Stephan Opitz, Yvonne Pröbstle, Oliver Scheytt, Tom Schößler, Nora Wegner
ISBN: 978-3-531-17353-5
Weitere Informationen:
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Warum gehen Menschen (nicht) in Konzerte, Museen und Theater?
Anfang Juni ist das Buch »Das Kulturpublikum« - ein umfassender Forschungsüberlick zum Kulturpublikum - in der erweiterten Neuauflage im Verlag für Sozialwissenschaften erschienen. Dass bereits ein Jahr nach der ersten Veröffentlichung eine zweite Auflage des Buches erfolgt, zeigt einen deutlichen Perspektivenwechsel im Kulturbetrieb Deutschlands: Standen seit Mitte der siebziger Jahre der »Kulturelle Auftrag« und das künstlerische Produkt im Mittelpunkt des Interesses der Kulturschaffenden, setzt sich allmählich die Einsicht durch, dass sich Konzertveranstalter, Museen und Theater mehr um ihr Publikum bemühen müssen. Dazu bedarf es jedoch zunächst Wissen darüber, wer denn die Besucher, aber auch die Nicht-Besucher sind.
Die Erkenntnisse über das Kulturpublikum waren bislang noch sehr lückenhaft. Aus diesem Grund haben Patrick Glogner-Pilz von der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg und Patrick S. Föhl von der Fachhochschule Potsdam gemeinsam mit einer Reihe ausgewählter Experten über fast zwei Jahre mehrere hundert Studien gesichtet und den Forschungsstand zum Thema »Kulturpublikum« im deutschsprachigen Raum umfassend aufgearbeitet. In der Einleitung der beiden Herausgeber wird die Relevanz entsprechender Forschungsarbeiten vor dem Hintergrund aktueller Diskussionen im Kulturmanagement und in der Kulturpolitik kritisch erörtert. Es folgt ein weiterer Beitrag der Herausgeber zu den Ansätzen und Ergebnissen spartenübergreifender Kulturpublikumsforschung. Daraufhin werden in je einem Überblicksaufsatz folgende Sparten/Bereiche näher beleuchtet: Theater- und Opernpublika, Museumsbesucher, Musikpublika, Film- und Kinopublika, Kulturtouristen.
In den Beiträgen werden die relevanten Fragestellungen der Publikumsforschung, die zentralen Befunde hinsichtlich der Publikazusammensetzung, der Besuchsmotive und Nutzungsweisen herausgearbeitet und dargestellt. Ein Blick auf aktuelle Forschungsentwicklungen und zukünftige Untersuchungsziele ergänzt den jeweiligen Aufsatz.
Buchinformationen:
Titel: Das Kulturpublikum. Fragestellungen und Befunde der empirischen Forschung (2., erweiterte Auflage)
Herausgeber: Dr. Patrick Glogner-Pilz / Dr. Patrick S. Föhl
Autoren: Dr. Patrick S. Föhl, Dr. Patrick Glogner-Pilz, Markus Lutz, Yvonne Pröbstle, Prof. Dr. Elizabeth Prommer, Dr. Stefanie Rhein, Nora Wegner; Geleitwort von Prof. Dr. Armin Klein
Verlag: VS – Verlag für Sozialwissenschaften (Wiesbaden)
Umfang: 311 Seiten
ISBN: 978-3-531-18092-2
Weitere Informationen zum Sammelband: http://www.vs-verlag.de/Buch/978-3-531-18092-2/Das-Kulturpublikum.html Weitere Informationen: www.regional-governance-kultur.de
Kontakt: patrick.foehl (at) regional-governance-kultur.de
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