Herzlich Willkommen

auf den Seiten der Forschungsgruppe »Regional Governance im Kulturbereich« des Studiengangs Kulturarbeit an der Fachhochschule Potsdam. Auf diesen Seiten finden Sie Informationen zu den Inhalten, zur Arbeit und zu den Akteuren der Forschungsgruppe. Desweiteren können Sie sich einen Einblick in abgeschlossene und laufende Projekte verschaffen. Für weitere Informationen finden Sie bitte hier unsere Kontaktdaten.

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Zahlreiche Vorträge zum Thema »Kulturentwicklungsplanungen«

Räumlichkeiten des Arts and Administration Program der University of Oregon, Eugene (© Dr. P. Föhl)

Das Thema »Kulturentwicklungsplanung« wird inzwischen landauf und landab – und auch im Ausland zunehmend – diskutiert. Städte, Regionen, Kreise und Bundesländer versuchen mit konzeptbasierten Entwicklungsansätzen einen Umgang mit den gegenwärtigen Herausforderungen im Kulturbereich zu finden.
Dr. Patrick S. Föhl ist ausgewiesener Experte auf dem Gebiet der Kulturentwicklungsplangung und hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Planungsprojekte betreut. Vor diesem Hintergrund ist Dr. Patrick S. Föhl bereits das gesamte Jahr als Referent im gesamten Bundesgiebt und auch im Ausland unterwegs, um über die Potenziale und Grenzen von »KEP« zu berichten.Vorträge führten ihn seit dem Sommer u.a. nach Nürnberg, Eugene, OR, Oranienburg und Berlin.

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Foto: Nürnberg; © Dr. P. Föhl

Zahlreiche Vorträge im gesamten Bundesgebiet
Dr. Patrick S. Föhl ist in den vergangenen Wochen kreuz und quer durch Deutschland gereist, um über die Themen demografischer Wandel, Kooperationen, Kulturtourismus und Kulturentwicklungsplanung zu refieren. Seine Vorträge führten ihn u.a. nach Nürnberg, Aachen, Magdeburg und Bremen. Im Juni stehen weitere Vorträge an – u.a. in Hamburg, Potsdam und Neuruppin. Weitere Informationen finden sich hier.

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Foto: Meseberg; © Dr. P. Föhl

Startschuss für die Erstellung eines Strategie- und Maßnahmenplans für die Kulturentwicklung im Landkreis Ostprignitz-Ruppin

Nach der erfolgreichen Fertigstellung einer Kulturentwicklungskonzeption für die Fontanestadt Neuruppin, die im Oktober 2011 vorgestellt wurde, steht der Ausweitung des Untersuchungsfeldes auf den gesamten Landkreis Ostprignitz-Ruppin nichts mehr im Wege. Ab Ende Februar bis zum Dezember diesen Jahres wird auf der Basis der in Neuruppin gewonnenen Erkenntnisse ein Strategie- und Maßnahmenplan für die gesamte Region Ostprignitz-Ruppin erarbeitet werden. Kulturelle Bildung und Kulturtourismus werden als wesentliche Bedarfs- und Potenzialfelder einen Schwerpunkt in der Strategieentwicklung bilden.

Untersuchungen im Rahmen der Kulturentwicklungskonzeption für Neuruppin hatten 2011 ergeben, dass im Bereich der Abstimmung und Vernetzung der Stadt mit dem Umland und den dortigen Angeboten sowie dem Zugehen auf Umlandbewohnerinnen und -bewohner erhebliche, bisher nicht genutzte Potenziale vorhanden sind. Dies betrifft insbesondere eine stärkere Abstimmung und Kooperation von Kulturangeboten, die originär für die Bürgerinnen und Bürger in Neuruppin und Umland bzw. im Landkreis Ostprignitz-Ruppin entwickelt werden.

Angesichts des demografischen Wandels und weiterer gesellschaftlicher Herausforderungen wie z.B. der Medialisierung besteht vor allem im Bereich der kulturellen Bildung ein erheblicher Bedarf an Know-how-Transfer und Arbeit an tragfähigen Strukturen. Der steigenden Komplexität im Hinblick auf die Anforderungen an gegenwärtige und zukünftige Kulturangebote wird nur durch gegenseitigen Austausch und voneinander lernen begegnet werden können. Zusammen mit öffentlichen Trägern und Kulturschaffenden sollen nun in partizipativen Prozessen gemeinsame Strategien für eine zukunftsfähige Kulturentwicklung formuliert werden.

Gleichermaßen konnte festgestellt werden, dass auch im Kulturtourismus erheblicher interkommunaler Abstimmungsbedarf vorhanden ist. So existieren in der Fontanestadt Neuruppin und im Landkreis Ostprignitz-Ruppin eine Reihe von Angeboten mit kulturtouristischem Potenzial, jedoch kein klares, als Marke definiertes touristisches Profil und keine geschlossene touristische Dienstleistungskette. Hier könnte durch eine gemeinsame Strategie- und Angebotsentwicklung der unterschiedlichen touristischen Partner die Wirtschaftskraft des Landkreises gestärkt und langfristig zusätzliche Beschäftigung und Auskommen geschaffen werden.

Vor dem Hintergrund des festgestellten Bedarfs erklärte sich der Landkreis Ostprignitz-Ruppin bereit, mit Hilfe der Stiftung der Sparkasse Ostprignitz-Ruppin, einen 25%-igen Anteil an der Ko-Finanzierung des Projekts zu tragen und die Stadt Neuruppin bei der Abwicklung zu unterstützen. Grundlage bildet ein zwischen der Stadt Neuruppin und dem Landkreis Ostprignitz-Ruppin geschlossener Kooperationsvertrag. Im Wesentlichen kooperieren hier Frau Kerstin Pein, Kulturreferentin des Landkreises Ostprignitz-Ruppin, und Herr Mario Zetzsche, Kulturmanager der Fontanestadt Neuruppin, die den Strategieprozess jeweils nachhaltig angestoßen und dann auch betreut haben bzw. werden. Das Projekt wird zudem zu 75% durch ESF-Mittel der Europäischen Union finanziert, die über das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg vergeben werden.

Externer Projektleiter ist Dr. Patrick S. Föhl, der sich als international ausgewiesener Experte für strategische Entwicklungsprozesse in Kulturpolitik und Kulturmanagement bereits für die Kulturentwicklungskonzeption der Stadt Neuruppin verantwortlich zeichnete. Ihm zur Seite steht Dr. Martina Dillmann, Kulturberaterin mit langjähriger Erfahrung im Kulturtourismus. Das Projekt wird im Rahmen des Netzwerk für Kulturberatung in Kooperation mit der Forschungsgruppe »Regional Governance im Kulturbereich« des Studiengangs Kulturarbeit der Fachhochschule Potsdam abgewickelt.

Die Entwicklung eines Strategiepapiers ist verbunden mit der Ableitung von Qualifizierungsbedarfen und Beschäftigungspotenzialen, der Formulierung konkreter Handlungsvorschläge sowie der Einleitung ihrer Umsetzung. Teil des Strategieprozesses sind die Vernetzung und Schaffung von Austauschmöglichkeiten zentraler Akteure aus dem Kulturbereich und angrenzender Felder. Hierfür werden zahlreiche Gespräche geführt und Workshops angeboten. Bürgerinnen und Bürger werden punktuell einbezogen. Regelmäßige Berichterstattung sowie Beratung in einer Projektlenkungsgruppe zur Steuerung und Begleitung des Moderationsprozesses gewährleisten die fortwährende Transparenz bezüglich der Prozessfortschritte. Auf der Website www.kulturstrategie-opr.de können sich interessierte weitergehend informieren.

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Dr. Patrick S. Föhl, Vortrag Konferenz Hanoi © Goethe-Institut Hanoi 2011.

Von Potsdam nach Hanoi
Am 15. und 16. Dezember fand in Hanoi eine internationale Konferenz zum Thema »Kulturpolitik und Kulturmanagement« statt. Diese wurde organisiert vom Goethe-Institut in Zusammenarbeit mit dem Kulturministerium MoCST sowie unter Beteiligung von Institut Francais – L’Espace und British Council.
Dr. Patrick Föhl, Leiter der Forschungsgruppe »Regional Governance im Kulturbereich« war einer der TeilnehmerInnen und hielt einen Vortrag zum Thema »Public and private cultural funding. Challenges, options and new partnerships – Comments from a German perspective«.
Welche Modelle gibt es, um seitens des Staates kulturelle Aktivitäten zu fördern und eine kulturelle Infrastruktur aufzubauen, die allen Bürgern offen steht und zur Lebensqualität in den großen Städten beiträgt? Wie können private Sponsoren für – möglichst längerfristige – Investitionen im Kulturbereich gewonnen werden und welche Möglichkeiten öffentlich-privater Partnerschaft haben sich bereits bewährt? Referenten aus Frankreich, Großbritannien und Deutschland beantworteten diese Fragen jeweils aus ihrer Perspektive, dazu wurden Vergleiche mit Vietnam und mit anderen asiatischen Ländern gezogen und Förderprogramme der EU zur kulturellen Kooperation vorgestellt. Vietnamesische und europäische Experten diskutierten über Erfolgsfaktoren für zukunftsweisende Kulturpolitik, die für Vietnams dynamische Entwicklung interessant sein könnten.

Weitere Informationen finden sich auf folgender Website: www.goethe.de/ins/vn/han/acv/pok/2011/enindex.htm
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